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Coverboy von "Attitude"

Sebastian Vettel: Formel 1 ist bereit für einen schwulen Fahrer

  • Aktualisiert: 09.06.2022
  • 10:55 Uhr
  • ran.de
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Sebastian Vettel glaubt, dass die Formel 1 bereit ist für einen homosexuellen Fahrer. Gleichzeitig fordert er als Coverboy des Schwulen-Magazins "Attitude" unter anderem die Formel 1 auf, mehr in Sachen Gleichberechtigung und Vielfalt zu tun.

München – Ein Outing ist im Profisport immer noch eine Seltenheit. In einem Macho-Haifischbecken wie der Formel 1 sowieso. Sebastian Vettel glaubt, dass die Königsklasse bereit dafür wäre. 

Das erklärte der Deutsche als Cover-Boy des Schwulen-Magazins "Attitude" im Rahmen eines neunseitigen Interviews. Vettel ist nicht der erste Sportler und Heterosexuelle auf dem Cover, dafür aber der erste Formel-1-Fahrer.

"Vielleicht wäre das in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen, aber jetzt denke ich, dass ein schwuler Formel-1-Fahrer willkommen wäre – und das zu Recht", sagte Vettel. "Ich glaube, dass ein schwuler Fahrer dazu beitragen würde, die Beseitigung von Vorurteilen zu beschleunigen und unseren Sport in eine bessere Richtung zu lenken. Ich denke und hoffe also, dass unser Sport für einen solchen Fahrer bereit wäre."

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Sebastian Vettel: "Beurteilungskriterien sind einfach falsch"

Vettel glaubt, dass die Situation ähnlich ist wie im Fußball. Rennfahrer müssten dem alten Bild eines Spielers oder Fahrers als "Held" mit bestimmten Kriterien entsprechen, sagte er: "Aber die Beurteilungskriterien sind einfach falsch. Es erfordert enormen Mut, sein wahres Ich zu zeigen, anstatt sich hinter einer Fassade zu verstecken, die darauf beruht, was die Leute erwarten." 

Er selbst hatte sich im vergangenen Jahr beim Rennen in Ungarn für die LGBTQ-Community stark gemacht, ob nun mit Regenbogenschuhen, bunten T-Shirts oder klaren Statements, zum Beispiel gegen die ungarische Regierung, die ein umstrittenes Gesetz zur Beschränkung der Information über Homo- und Transsexualität auf den Weg gebracht hatte. 

Wie so oft bei gesellschaftlichen Themen, für die Vettel sich einsetzt, nahm er auch jetzt die Formel 1 in die Pflicht. "Die Formel 1 hat eine Kampagne mit dem Namen 'We race as one' ins Leben gerufen – was gut ist – aber wir müssen uns alle gemeinsam bemühen, um sicherzustellen, dass es tatsächlich zu positiven Veränderungen kommt; wir müssen also handeln, anstatt nur darüber zu reden." 

Man kann noch mehr tun

Vettel erklärte, dass es innerhalb des Fahrerlagers besser werde, "man sieht jetzt einige Ingenieure und Mechaniker, die sich in der Lage fühlen, offener zu sein". Aber man könne immer noch mehr tun, um die Vielfalt und Integration im Motorsport zu verbessern, so Vettel, "nicht nur in Bezug auf die Sexualität, sondern auch durch die Unterstützung und Förderung von Frauen, People of Colour, Menschen mit Behinderungen und so weiter".

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Für Vettel ist es in seiner eigenen Familie keine Frage, seine drei Kinder zu unterstützen, sollten die sich zum Beispiel zur Homosexualität bekennen. "Was auch immer sie tun oder wen auch immer sie lieben wollen, ich unterstütze sie. Es gibt also keine andere Reaktion als bedingungslose Unterstützung und Liebe", sagte er.

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