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Formel 1 Motorsport

SID-Aufwärmrunde: Fünf Kernpunkte für das Rennen in Shanghai

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© AFP/SID/Greg Baker

Die Mercedes-Dominanz setzt sich auch beim Großen Preis von China fort. Ferrari hat sich bereits als zweite Kraft hinter den Silberpfeilen etabliert, während Nico Hülkenberg und sein Audi-Team (logischerweise) noch nach mehr Konstanz suchen. Und dem so lange dominanten Max Verstappen vergeht schon jetzt die Lust auf die "neue" Formel 1. Ein Ausblick aufs zweite Saisonrennen.

ÜBERLEGEN: Mercedes fliegt durch diese ganz frühe Phase der Saison und erinnert mit seiner Dominanz an Glanzzeiten der Vergangenheit. George Russell ist noch konstanter als Kimi Antonelli und dadurch auch bereits Sieger in Australien und im Sprint von Shanghai - und selbst kurze technische Probleme schienen den Engländer kaum zu stören. Im dritten Teil des Qualifyings machte das Schalten arge Probleme, das Team konnte die Probleme gerade rechtzeitig beheben - und Russell raste mit seiner einzigen Runde auf Startplatz zwei. Es müsste schon ein mittelgroßes Wunder eintreten, wenn das Rennen am Sonntag (8.00 Uhr MEZ/Sky) nicht von Russell oder seinem Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli gewonnen würde.

REKORDMANN: Nur Antonelli war noch schneller als Russell, und das ist durchaus bemerkenswert. Wer dem Italiener zusieht, vergisst schnell, wie jung der Mercedes-Pilot ist. Am Samstag war Antonelli exakt 19 Jahre, sechs Monate und 17 Tage alt. Damit wurde er der jüngste Pole-Setter überhaupt und löste Sebastian Vettel ab, der bei seiner ersten Spitzenplatzierung im Qualifying von Monza 2008 21 Jahre, zwei Monate und elf Tage alt gewesen war. "Ich bin sehr glücklich. Das ist erst der Anfang, es kommt noch viel mehr", sagte der Teenager. Sein Teamchef Toto Wolff, ein überzeugter und bedingungsloser Förderer Antonellis, fühlte sich bestätigt in seinem Urteil. "Jetzt sieht man es ja", sagte Wolff bei Sky voller Stolz: "Er beginnt, richtig Performance zu zeigen."

ENTNERVT: Das würde Max Verstappen nur allzu gerne, doch in der neuen Saison klappt überhaupt nichts. Erst ließ er keine Gelegenheit ungenutzt, sich über das Regelwerk lustig zu machen, jetzt ist es sein neuer Red Bull, der ihn zur Verzweiflung treibt. In jeder Runde gehe es "ums Überleben", sagte er gewohnt dramatisch. Angesichts der großen Probleme erscheint Platz acht im Qualifying sogar noch sehr gut. Aber für einen Fahrer, der er seit Jahren gewohnt ist, zu gewinnen oder zumindest Siegchancen zu haben, ist die aktuelle Chancenlosigkeit schwer zu akzeptieren.

MYSTERIUM: Nico Hülkenberg weiß noch nicht so recht, wo er mit Audi steht. Das neue Team hat dank Hülkenbergs Teamkollegen Gabriel Bortoleto bereits in Australien WM-Punkte gesammelt, doch der Deutsche hatte bislang Pech. Sowohl in Melbourne als auch nun beim Sprint von Shanghai wurde er von technischen Problemen ausgebremst, für den Grand Prix holte er den elften Startplatz.

BEDROHUNG: Lewis Hamilton ärgerte George Russell mächtig, und was wäre wohl möglich gewesen, hätte Charles Leclerc nicht den Restart nach der Safety-Car-Phase im Sprint so verpatzt? Die ersten Eindrücke der neuen Saison zeigen, dass die beiden Ferrari-Piloten am ehesten in der Liga sind, Mercedes zu schlagen. Anders als im Qualifying ist Ferrari im Rennen fast gleichauf, und beim Start sind die Italiener allen überlegen. Die Mischung ist vielversprechend, auch am Sonntag wird wohl mindestens ein Ferrari-Pilot aufs Podium fahren.

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