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Formel 1 Motorsport

SID-Aufwärmrunde: Vier Kernpunkte für das Rennen in Miami

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© AFP/SID/Jim WATSON
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Die Zeit der Frühaufsteher ist erstmal vorbei, nach den Rennen in Australien, Japan und China brauchen die Formel-1-Fans dieses Mal keinen Wecker - sondern viel Geduld. Erst um 22.00 Uhr deutscher Zeit (Sky) geht es in Miami los. Der SID blickt voraus auf wichtige Themen des sechsten Saisonlaufs.

VERSTAPPEN

Es war bislang ein merkwürdiges Wochenende in Miami für den Weltmeister. Und dem neutralen Beobachter bieten sich zur Bewertung zwei Perspektiven. "Glas halb voll" würde ungefähr so klingen: Max Verstappen war nicht zufrieden mit seinem Auto, der Red Bull rutschte auf der Hinterachse, und auf der Strecke rund um das Stadion der Dolphins fühlt sich der Niederländer ganz grundsätzlich nicht wohl! Da könnte doch ein bisschen Spannung entstehen? Die Variante "Glas halb leer" hat allerdings auch ihre Berechtigung: Trotz all seiner Probleme stand Verstappen in Sprint-Shootout, Sprint und Qualifying jeweils ganz vorne. Was soll da schiefgehen für ihn?

VERFOLGER

Zumal sich die Verfolger mal wieder nicht einigen können, wer denn jetzt wirklich Jagd auf Verstappen macht. McLaren hatte das Auto von Lando Norris mit Updates versehen, und der junge Brite machte im Shootout zunächst einen ganz starken Eindruck. Dann aber beging er Fehler in der entscheidenden Runde, startete den Sprint daher weiter hinten und wurde im Verkehr abgeschossen. In der Qualifikation zum Grand Prix reichte es dann bloß noch zu Platz fünf. Spannender wirkt da der Blick auf Ferrari: Die Plätze zwei und drei für Charles Leclerc und Carlos Sainz bieten auch taktische Möglichkeiten. Sergio Perez im zweiten Red Bull folgt bloß auf Rang vier. Wenn, vielleicht, annähernd gleiches Tempo herrscht, könnte das interessant werden. Eine Hauptrolle wird dabei allerdings auch die besondere Strecke spielen.

VERFAHREN

Die Piloten rutschten, verpassten Scheitelpunkte, kürzten unfreiwillig die Schikane ab - der Asphalt in Miami bestätigte seinen Ruf, ein eher komplizierter Untergrund zu sein. Die Teams haben hier stets Schwierigkeiten, ein Setup zu finden, das auf der ganzen Runde funktioniert, zudem ist der starke Wind ein weiteres Problem. Und grundsätzlich ist der Reifenverschleiß schwer vorherzusagen, wenn das Sprint-Format wie an diesem Wochenende die Trainingsmöglichkeiten beschneidet. Miami ist eine Herausforderung, die durchaus ein wenig Unberechenbarkeit bringt. "Jedes mal" sei es hier "extrem schwierig", findet nicht nur Max Verstappen.

VERLIEBT

Im Herbst seiner Karriere hat Nico Hülkenberg Frühlingsgefühle, und dafür gibt es viele Gründe. Die Zukunft in der Formel 1 ist nicht bloß gesichert, Hülkenberg wird ab 2026 für das neue Audi-Werksteam fahren, das ist mittlerweile offiziell. Doch auch die Gegenwart macht Spaß, das ist dem 36-Jährigen in Miami anzusehen. "Das war einer der besten Samstage mit Haas, vielleicht auch in meiner Laufbahn", sagte Hülkenberg, weil eigentlich alles perfekt funktionierte. Den Haas steuerte er im Sprint als Siebter erneut in die Punkte, und im Qualifying schaffte er es als Neunter in die Top 10. Im Rennen winkt schon wieder Zählbares, Hülkenberg führt dieses kleine Team an - sein Teamkollege Kevin Magnussen kann selten mithalten.


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