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Rallye Dakar: Al-Attiyah feiert sechsten Gesamtsieg

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© AFP/SID/Giuseppe CACACE

Der Katarer Nasser Al-Attiyah hat zum sechsten Mal die Rallye Dakar gewonnen und damit seinen Platz unter den erfolgreichsten Teilnehmern der wichtigsten Offroad-Veranstaltung gefestigt. Am Samstag hielt sich der 55-Jährige auf der 13. und letzten Etappe über 105 gewertete Kilometer rund um Yanbu schadlos, ein 36. Platz mit wenig Zeitverlust genügte dem Dacia-Piloten auf der relativ kurzen Strecke zum Triumph. Der letzte Tagessieg ging an den früheren DTM-Champion Mattias Ekström. Der Schwede gewann in diesem Jahr damit drei Etappen und auch den Prolog - war aber nicht so konstant wie Al-Attiyah.

"Wir haben seit vergangenem Jahr sehr hart gearbeitet. Vielleicht zeige ich gerade nicht die großen Emotionen, aber sie sind da, tief drinnen. Wir sind so glücklich über diesen Sieg", sagte Al-Attiyah, der eine besondere sportliche Geschichte hat: Er ist nebenbei auch Sportschütze - und gewann 2012 in London Olympia-Bronze im Skeet-Wettbewerb.

Mit seinem sechsten Dakar-Gesamtsieg (2011, 2015, 2019, 2022, 2023, 2026) rückte er nun auch näher an den Rekordhalter heran. Der Franzose Stéphane Peterhansel (60) hat die Auto-Wertung achtmal gewonnen, Erfolge bis ins fortgeschrittene Rennfahreralter sind bei der "Dakar" nicht ungewöhnlich. Peterhansels Gesamtbilanz dürfte aber lange unerreicht bleiben: Schon vor seinen acht Auto-Triumphen hatte er sechsmal die Motorrad-Wertung gewonnen.

Mit Blick auf die Etappensiege im Auto stellte Al-Attiyah die Bestmarke indes schon in diesem Jahr ein. Seit seinem Erfolg auf dem vorletzten Abschnitt am Freitag weist er wie Peterhansel und Ari Vatanen (Finnland) 50 Tagessiege auf. Am Samstag kam kein weiterer dazu, der Favorit musste nichts mehr riskieren und brachte das Auto bloß sicher ins Ziel. In der Gesamtwertung hatte er letztlich einen recht komfortablen Vorsprung auf die Verfolger Nani Roma (Ford/+9:42 Minuten) aus Spanien und Ekström (Ford/+14:33).

Als Titelverteidiger waren Yazeed Al-Rajhi (Saudi-Arabien) und sein deutscher Beifahrer Timo Gottschalk angetreten, das Toyota-Duo musste nach einigen Rückschlägen aber bereits auf der vierten Etappe aufgeben. Bei der 48. Auflage der "Dakar", die schon seit 2008 nicht mehr in Afrika stattfindet, ging es über rund 8000 Kilometer durch schwierige Landschaften. Auf den insgesamt 13 Etappen wurden knapp 4900 Kilometer auf Zeit gefahren. Start und Ziel lagen im saudischen Küstenort Yanbu am Roten Meer.

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