Motorsport
Renn-Ikone Herrmann mit 97 verstorben
Der ehemalige Le-Mans-Sieger Hans Herrmann ist in der Nacht auf Freitag im Alter von 97 Jahren gestorben. Das teilte Porsche unter Berufung auf Herrmanns Familie mit. "Die Nachricht über den Tod von Hans Herrmann hat uns alle sehr getroffen", sagte Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport.
Herrmann zählte zu den erfolgreichsten deutschen Rennfahrern der Nachkriegszeit. Seinen größten Erfolg erzielte der gebürtige Stuttgarter 1970 mit dem lang ersehnten Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans im Porsche 917 an der Seite von Richard Attwood.
Herrmann begann seine Karriere 1952 im Alter von 24 Jahren. In seiner Laufbahn feierte er mehr als 80 Gesamt- und Klassensiege, die meisten davon für Porsche.
Wegen mehrerer schwerer Unfälle, die er meist glimpflich überstand, erhielt er den Spitznamen "Hans im Glück". Über den Umgang mit dem risikoreichen Sport sagte Herrmann einmal: "Du hast dir dann immer wieder gesagt: Aber dich erwischt es nicht." Entscheidend sei für ihn gewesen, "dass man sein Auto wirklich beherrschte."
Bis ins hohe Alter blieb er dem Motorsport erhalten und trat regelmäßig bei renommierten Klassik-Veranstaltungen weltweit auf. Porsche würdigte ihn als einen der bedeutendsten und erfolgreichsten Werksrennfahrer der Marke. Herrmann hinterlässt seine Frau Magdalena und zwei Söhne.