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Aufregung um Olympia-Fackelträger: Organisatoren rudern zurück

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© AFP/SID/FILIPPO MONTEFORTE

In der Debatte über den Ausschluss ehemaliger Spitzensportler von den Fackelläufen vor Olympia in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind die Organisatoren zurückgerudert. In einem offenen Brief, der von der Gazzetta dello Sport veröffentlicht wurde, versicherte der Präsident der Stiftung Mailand-Cortina, Giovanni Malagó, dass jeder bisherige Goldmedaillengewinner bei den Winterspielen als Fackelläufer eingesetzt werden soll.

"Jeder einzelne Athlet, der eine Ausgabe der Olympischen Winterspiele gewonnen hat, ist von uns bereits kontaktiert und eingebunden worden oder wird dies noch werden", so Malagó. Er reagierte somit auf Kritik von Sportminister Andrea Abodi, der sich "perplex" über die Kriterien zur Wahl der 10.001 Fackelläufer gezeigt hatte, nachdem viele Medaillengewinner ausgeschlossen worden waren.

Der ehemalige Langlauf-Olympiasieger Silvio Fauner hatte die Kriterien zur Wahl der Fackelläufer scharf kritisiert. "Ich vertrete zehn Athleten, die insgesamt 35 olympische Medaillen gewonnen haben, angefangen bei den beiden Goldstaffeln von 1994 und 2006. Wir wurden in keinerlei Initiative im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in unserem Land auch nur im Geringsten einbezogen - weder als Fackelträger, noch als Botschafter, noch in irgendeiner anderen Funktion. Nichts. Ich halte das für eine unglaubliche Beleidigung", sagte Fauner der Gazzetta dello Sport.

Zudem seien laut Fauner zahlreiche frühere Stars des Wintersports außen vor geblieben, einige Athleten ohne Bezug zu Winterdisziplinen hingegen nicht. So zählt beispielsweise Massimiliano Allegri, Trainer des Fußballklubs AC Mailand, zu den Fackelträgern.

Die olympische Flamme wird seit dem 26. November von insgesamt 10.001 Fackelträgern durch alle 110 Provinzen Italiens getragen. Allegri lief am Mittwoch gemeinsam mit Freiwilligen durch Borgomanero, rund 70 Kilometer nordwestlich von Mailand.

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