- Anzeige -
- Anzeige -
Wintersport Olympia

Coventry verteidigt IOC-Linie: "Eine sehr gute Regel"

Article Image Media
© AFP/SID/Odd ANDERSEN

Kirsty Coventry hat nach der eskalierten Helm-Kontroverse um den ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch das Regelwerk des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verteidigt. "Wenn jemand das Gefühl hat, dass wir etwas nicht angemessen tun, werden wir diese Diskussion eröffnen. Aber die Regeln sind die Regeln, wie sie heute gelten. Und ich glaube, es ist eine sehr gute Regel, weil sie ihren Zweck erfüllt", sagte die Präsidentin der Ringe-Organisation am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Die zweimalige Schwimm-Olympiasiegerin Coventry, vor ihrer Präsidentschaft auch zeitweise Vorsitzende der IOC-Athletenkommission, verwies auf regelmäßigen Austausch mit den Aktiven und erklärte weiter: "Sie befürchteten, dass sie, wenn wir alles komplett öffnen würden, möglicherweise von Personen außerhalb des Sports aufgefordert würden, Botschaften zu verbreiten, mit denen sie nicht einverstanden sind." Genau deshalb gebe es "die Regeln und Richtlinien, die wir haben: um sicherzustellen, dass diese Räume klar definiert sind."

Heraskewytsch war am Donnerstag vom olympischen Wettkampf ausgeschlossen worden, weil er einen Helm hatte tragen wollen, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind. Das IOC sieht darin einen Verstoß gegen die Olympische Charta, die Meinungsäußerungen unter anderem auf dem Spielfeld ("field of play") untersagt. Heraskewytsch zog gegen seine Disqualifikation vor den Sportgerichtshof CAS, um seine nachträgliche Starterlaubnis zu erwirken.

Coventry, die Heraskewytsch habe überzeugen wollen, nicht mit diesem Helm-Layout zu starten, berichtete am Freitag von einem Gespräch, das "sehr gut" und "respektvoll" verlaufen sei. "Ich habe ihm gestern noch einmal erklärt, wie der Prozess abgelaufen ist, und ich hatte das Gefühl, dass ich dafür am besten geeignet bin, da ich die Athletengemeinschaft anführe. So konnte ich beide Seiten beleuchten: Wo Athleten Freiraum brauchen, aber auch wo sie geschützt werden wollen", berichtete die 42-Jährige. Sie denke, "er hat das in gewisser Weise verstanden, war aber sehr von seinen Überzeugungen überzeugt, was ich durchaus respektiere. Leider ändert das aber nichts an den Regeln."

- Anzeige -
- Anzeige -