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Olympia 2018

Flaute im Freestyle: Herdt fordert Umdenken - und Geld

  • Aktualisiert: 20.02.2018
  • 12:21 Uhr
  • SID
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© AFPSIDMARTIN BUREAU
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Heli Herdt, sportlicher Leiter im Bereich Freestyle beim Deutschen Skiverband (DSV), hat erneut ein Umdenken im deutschen Sport gefordert.

Pyeongchang - Heli Herdt, sportlicher Leiter im Bereich Freestyle beim Deutschen Skiverband (DSV), hat erneut ein Umdenken im deutschen Sport mit Blick auf die sogenannten "jungen Sportarten" gefordert.

"Mit den Mitteln, die wir jetzt haben, kriegen wir den Anschluss nicht", sagte Herdt am Dienstag am Rande der olympischen Halfpipe-Entscheidung der Freestylerinnen und ergänzte: "Wir finden dieses Geld im Moment auf dem freien Markt nicht." Der DSV finanziert sich im Gegensatz zu anderen Verbänden selbst, also ohne direkte Zuschüsse des Bundes. 

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Skicross größte Medaillenchance

Im Ski-Freestyle gibt es bei Olympia zehn Wettbewerbe, "konkurrenzfähig sind wir mit viel Glück in der Halfpipe der Damen und mit größerer Wahrscheinlichkeit im Skicross", sagte Herdt. Im Snowboard (ebenfalls zehn Wettbewerbe) sehe es nicht viel besser aus.

"Wenn wir nur bei der Hälfte der zu vergebenen Medaillen eine Chance hätten, hätten wir vielleicht fünf Medaillen mehr. Dann schaut der Medaillenspiegel, der ja immer so wichtig ist, am Ende ganz anders aus", sagte Herdt.

Fünf Millionen Euro notwendig

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Allein in den Bereichen Slopestyle und Halfpipe hält Herdt eine Investition von insgesamt über fünf Millionen Euro über die nächsten beiden Olympia-Zyklen für notwendig, um den Anschluss an die Weltspitze herzustellen. "Wir brauchen zusammen 650.000 Euro aufwärts im Jahr, die nächsten acht Jahre", sagte er: "Mit dem Bestand ist es nicht leistbar."

Als der Bereich Skicross finanziell besser ausgestattet wurde, "begann dort der Erfolg. Geld macht noch keinen Erfolg, ist aber eine wichtige Grundlage", fügte Herdt an. Seit 2014 hat der DSV etwa die Förderung der Sparte Buckelpiste eingestellt, eine Mannschaft würde etwa 500.000 Euro im Jahr kosten.

Bouard und Förster investieren Privatvermögen

Die Olympiateilnehmerinnen Lea Bouard und Katharina Förster investierten zuletzt Eigenmittel in Höhe von 25.000 Euro pro Saison.

Schnelle Erfolge erwartet Herdt aber auch mit mehr Geld nicht. "Um den Leistungssport konsequent aufzubauen, brauchen wir sechs bis acht Jahre. Da kann ein Glückstreffer dabei sein wie wir ihn mit Lisa Zimmermann hatten, aber auf diese Glückstreffer will ich mich nicht verlassen", sagte er.


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