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Wintersport

Mehr Wärme, weniger Schnee: Klimakrise beeinflusst Winterspiele

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© AFP/SID/STEFANO RELLANDINI

Gestiegene Temperaturen, weniger Schnee: Der Klimawandel beeinflusst den Wintersport und somit auch die Olympischen Winterspiele erheblich. Eine Analyse der Organisation Climate Central vor den Spielen in Mailand (6. bis 22. Februar) zeigt unter anderem am Beispiel von Cortina d'Ampezzo, welche negativen Auswirkungen durch Auswertung von Statistiken und Studien belegt sind.

Seit 1956, als das Wintersportzentrum in Norditalien erstmals Ausrichter der Wettkämpfe war, sind die Temperaturen demnach im Monat Februar um 3,6 Grad Celsius gestiegen. Zudem werden 41 Frosttage weniger pro Jahr verzeichnet. Die durchschnittliche Schneehöhe im Februar sank von 1971 bis 2019 um 15 Zentimeter. Für die diesjährigen Winterspiele werden 2,4 Millionen Kubikmeter Kunstschnee benötigt.

Cortina ist kein Einzelfall. An allen Austragungsorten der jüngsten 19 Winterspiele ist es laut der Analyse von Climate Central im Februar deutlich wärmer geworden. Im Mittel um 2,7 Grad Celsius sei die Temperatur im Zeitraum von 1950 bis 2021 angestiegen.

Der Blick in die Zukunft fällt ebenfalls bedenklich aus: Von 93 potenziellen Austragungsorten werden in den 2050er-Jahren laut Berechnungen nur 52 noch zuverlässige Bedingungen bieten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte eigene Studien in Auftrag gegeben, die zu ähnlichen Ergebnissen kamen. Die kommenden Ausgaben in Italien, 2030 in den französischen Alpen und 2034 in Wasatch Back im US-Bundesstaat Utah gelten noch als schneesicher.

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