Olympia 2026 in Mailand und Cortina
Olympia 2026: Fiese Internet-Hetze gegen deutsche Sportler: DOSB ergreift innovative Maßnahme
- Aktualisiert: 15.02.2026
- 17:47 Uhr
- SID
Hass im Netz gegen die an Olympia teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler wird mehr und mehr zum Problem. Der DOSB schlägt Alarm.
Die deutschen Sportlerinnen und Sportler werden bei den Olympischen Winterspielen massiv im Internet angegangen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Sonntag mit Blick auf Hass und Hetze im Netz Alarm geschlagen.
"Unsere Befürchtungen, dass sich dieses Thema weiter verschärfen wird, sind leider wahr geworden", sagte Leistungssport-Vorstand und Chef de Mission Olaf Tabor: "Es wurden bislang schon gut 1300 Hasskommentare von der KI herausgefiltert, einige davon werden von der Staatsanwaltschaft untersucht."
Der DOSB setzt wie bei den Sommerspielen 2024 auch bei den Winterspielen auf einen Hatespeech-Filter, um die Athletinnen und Athleten zu schützen. Während den Spielen 2024 in Paris wurden bei einem deutlich größeren deutschen Aufgebot laut DOSB mehr als 61.000 Kommentare erfasst, knapp 4000 davon wurden automatisch ausgeblendet.
Hass im Internet als internationales Problem
Das KI-System erkennt Beleidigungen, Drohungen sowie rassistische, sexistische und andere diskriminierende Inhalte in Echtzeit - und zwar in bis zu 30 Sprachen und 25 Kategorien.
Auch die enge Zusammenarbeit mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) besteht weiter, sodass rechtlich relevante Inhalte weiterhin unmittelbar an die Ermittlungsbehörden übermittelt werden können.
Der Hass im Internet während Olympia ist ein internationales Problem. Diverse Athleten haben damit zu kämpfen. Besonders prominent waren in den vergangenen Tagen die Fälle von US-Sportlern, die sich kritisch über ihre Regierung unter Präsident Donald Trump geäußert hatten.