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Zverev scheitert als letzter Deutscher in Paris

  • Aktualisiert: 28.05.2016
  • 16:47 Uhr
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© 2016 Getty Images
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Jungstar Alexander Zverev ist als letzter der 17 gestarteten deutschen Profis in der dritten Runde der French Open ausgeschieden.

Paris - Nach seiner dritten Niederlage im dritten Kumpel-Duell binnen vier Wochen erwies sich Alexander Zverev als fairer Verlierer. Herzlich umarmte der 19-Jährige mit den wilden Locken den Österreicher Dominic Thiem (Nr. 13) nach dem 7:6 (7:4), 3:6, 3:6, 3:6 in der dritten Runde der French Open.

Der Achtelfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier bleibt für Nachwuchsstar Zverev bis auf Weiteres noch ein Traum. Durch sein bislang bestes Abschneiden bei einem Major aber schürte der 1,98 m lange Schlaks die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Tristesse im deutschen Männer-Tennis.

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Ohne Deutsche in die zweite Woche

Zverev konnte das schlechteste Abschneiden der DTB-Profis in Paris seit sechs Jahren allerdings nicht mehr verhindern. Erstmals seit 2010 geht das bedeutendste Sandplatzturnier der Welt ohne deutsche Beteiligung in den Einzel-Wettbewerben in die entscheidende zweite Woche.

In der "NextGen"-Partie, dem Duell der nächsten Tennis-Generation gewissermaßen, stand Zverev gegen seinen guten Freund aus Niederösterreich allerdings auf verlorenem Posten. Nach 2:50 Stunden verwandelte Thiem (22) auf dem 10.056 Zuschauer fassenden Court Suzanne Lenglen seinen ersten Matchball. Nicht zuletzt, weil Zverev ("Ich liebe Paris, die Atmosphäre ist großartig") in der attraktiven Partie nur einen seiner acht Breakbälle nutzen konnte.

Starker Beginn von Zverev

In seinem ersten Drittrundenspiel bei einem Grand-Slam-Event begann der Hamburger mit russischen Wurzeln stark. Genau eine Woche nach seiner Niederlage gegen Thiem im Finale von Nizza behielt der Weltranglisten-41. im Tiebreak eines bis dato komplett ausgeglichenen ersten Satzes die Nerven. Nach exakt einer Stunde holte er sich den ersten Durchgang und zeigte die Siegerfaust.

In der Folge agierte Thiem, der vom ehemaligen Boris-Becker-Coach Günter Bresnik trainiert wird, dann konstanter und nutzte seine Breakmöglichkeiten konsequenter.

Besonders der dritte Satz stand für Zverev unter keinem guten Stern: Zunächst zog sich der Davis-Cup-Spieler den Unmut der Zuschauer zu, als er seinen Aufschlag zum 1:2 abgeben musste und danach seinen Schläger wutentbrannt in den Sand donnerte.

Eine Verwarnung wegen Übertretens der Zeitspanne beim folgenden Wechsel folgte auf dem Fuße. Nur Minuten später rutschte Zverev bei einem Return unglücklich auf der Linie aus und fiel der Länge nach hin.

Doch "Sascha" stemmte sich auch nach dem 1:2-Satzrückstand gegen das drohende Aus. Allerdings hatte Thiem kaum Schwächephasen, spielte variabel und streute immer wieder Stopps ein. Ihm gelangen insgesamt 44 direkte Gewinnschläge (Zverev: 26).

Zverev hätte mit 19 Jahren und 46 Tagen der jüngste Spieler seit Novak Djokovic (Serbien) 2006 werden können, der das Achtelfinale von Roland Garros erreicht.

Thiem hat damit in dieser Saison die meisten Sandplatzpartien (23 Siege) aller Profis gewonnen. Bereits bei den US Open 2014 hatte der "DomiNator" in der Runde der letzten 16 gestanden.


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