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Angelique Kerber will nach perfektem Saisonstart in Brisbane gewinnen

  • Aktualisiert: 22.02.2018
  • 14:48 Uhr
  • SID
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© 2016 Getty Images
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Angelique Kerber steht in Brisbane im Finale (Samstag ab 10:30 Uhr im Livestream auf ran.de und tennis.de). Während viele Konkurrentinnen vor Beginn der Australian Open schwächeln, scheint die deutsche Nummer eins in der Vorbereitung viel richtig gemacht zu haben.

Brisbane - Nach getaner Arbeit holte sich Angelique Kerber in der Pat-Rafter-Arena von Brisbane den verdienten Extra-Applaus ab. Kaum hatte ihr die überforderte Carla Suarez Navarro (Spanien) am Netz zum Final-Einzug gratuliert, ging Kerber noch einmal zurück auf den Platz und winkte glücklich den beeindruckten Zuschauern zu.

Nach dem perfekten Start in die Saison mit vier Siegen in vier Matches hat die Kielerin gut lachen. Auch mit Blick auf die anstehenden Australian Open (18. bis 31. Januar), die an ihrem 28. Geburtstag in Melbourne beginnen. "Es ist ein tolles Gefühl, das neue Jahr mit einer Final-Teilnahme zu beginnen. Man weiß ja nie genau, wo man am Anfang steht. Aber ich fühle mich gut und konnte mich stetig steigern", meinte die an Position vier gesetzte Kerber nach dem 6:2, 6:3 beim Premier-Turnier gegen die Weltranglisten-13. Suarez Navarro. Nun wartet am Samstag (ab 10:30 Uhr im kostenlosen Livestream auf ran.de und tennis.de) die ehemalige Nummer eins Wiktoria Asarenka auf die Deutsche, die bislang alle fünf Duelle gegen die Weißrussin verloren hat.

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Brisbane ist 18. WTA-Finale für Kerber

Doch Kerber blickt auch schon auf die Australien Open: "Ich bin auf einem guten Weg, um 100 Prozent bereit für Melbourne zu sein", meinte die Linkshänderin, die jüngst erklärte: "Mein Ziel 2016 ist es, etwas Großes zu holen. Ich will voll angreifen, es soll bei den wichtigen Turnieren endlich krachen." Nach den Halbfinal-Teilnahmen in Wimbledon (2012) und bei den US Open (2011) ist die Sehnsucht nach dem nächsten Schritt spürbar groß.

Und in Brisbane untermauert Kerber, die ihr 18. WTA-Finale erreichte und 2015 vier ihrer fünf Endspiele gewann, ihre Ansprüche. In dem 75-minütigen Duell mit Suarez Navarro agierte die Weltranglistenzehnte aggressiv von der Grundlinie - wirkte physisch und mental stark. Auch Bundestrainerin Barbara Rittner ist beeindruckt von den bisherigen Auftritten ihrer Nummer eins: "Das Finale ist das Resulat von harter Arbeit in der Vorbereitung. Das gibt Angie Ruhe und Selbstvertrauen".

Kerber bleibt gesund - viele Top-10-Spielerinnen verletzt

Zusammen mit Andrea Petkovic (Darmstadt) erreichte Kerber, die noch nie gegen Asarenka gewinnen konnte, auch das Doppel-Endspiel. Die intensive Vorbereitung scheint sich bezahlt zu machen. Nach ihrem Malediven-Urlaub feilte Kerber im Trainingszentrum ihrer Großeltern im polnischen Puszczykowo mit Trainer Torben Beltz viel an ihrem Service. Offenbar mit Erfolg: Wenn gegen Suarez Navarro ihr zweiter Aufschlag kam, machte Kerber in 81 Prozent der Fälle den Punkt. Außerdem lässt sie ihr Racket seit dieser Saison mit anderen Saiten bespannen: "Ich glaube, dass ich jetzt mehr Gefühl und Power habe."

Während sich erschreckend viele Top-Ten-Spielerinnen schon zu Jahresbeginn mit Verletzungen herumplagen (Serena Williams, Maria Scharapowa, Simona Halep, Garbine Muguruza) oder gesundheitlich angeschlagen sind (Petra Kvitova, Lucie Safarova), legte Kerber bislang einen perfekten Saionstart hin. "Ich glaube", äußerte Rittner voller Vorfreude, "dass jetzt Angies beste Jahre kommen."


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