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Die "nächste geile Reise"? Volleys greifen wieder an
An den Moment des großen Triumphs erinnert sich Ruben Schott noch ganz genau. Damals war das schon "eine geile Reise mit der Mannschaft", sagte der Kapitän der Berlin Recycling Volleys und ließ den bis heute einzigen internationalen Titel des deutschen Volleyball-Serienmeister Revue passieren. 2016 folgte auf das Ausscheiden in der Champions League noch der Gewinn des CEV Cups - und dieser "Weg kann gerne das Vorbild für diese Saison sein", sagte der 31-Jährige dem SID.
Im Viertelfinal-Hinspiel des zweithöchsten internationalen Wettbewerbs will der Spielführer dafür am Mittwochabend (19.30 Uhr) gegen das italienische Topteam Gas Sales Bluenergy Piacenza den ersten wichtigen Schritt machen. Die Enttäuschung des ersten Vorrunden-Aus in der Königsklasse seit zehn Jahren soll so in Vergessenheit geraten.
Denn in einer bislang überraschend holprigen Saison könnte der CEV Cup eine weitere Titelchance in der Hauptstadt eröffnen - oder aber für die nächste Enttäuschung sorgen: "Mit einem lachenden und einem weinenden Auge" schaut Geschäftsführer Kaweh Niroomand auf das Duell gegen die Italiener.
Mit Blick auf die vertretenen Teams hätte es "vielleicht die Möglichkeit gegeben, jetzt in diesem Wettbewerb etwas zu reißen", führte der 73-Jährige aus, nun aber habe seine Mannschaft mit dem Spitzenteam aus Norditalien "gleich den härtesten Gegner gekriegt". Das Lospech soll aber nicht zum Stolperstein werden. "Natürlich haben wir eine Chance", meinte Niroomand. Das Duell werde zeigen, "ob wir in den letzten Wochen einen kleinen Schritt nach vorn gemacht haben", sagte Schott.
Eins aber ist sicher: Genauso wie vor zehn Jahren wird es nicht laufen, 2016 sicherte sich der Liga-Primus noch das Triple. In dieser Spielzeit mussten die Hauptstädter mit dem DVV-Pokal allerdings schon eine Trophäe aus der Hand geben. Der frischgebackene Champion heißt SVG Lüneburg - und der kann sowohl in der Meisterschaft als auch im CEV Cup noch ein Wörtchen mitreden.