• Tennis
  • Darts
  • Alle Sportarten

Anzeige
Anzeige

Feuertaufe für Ski-Airbag: "Ich glaube, er hat Schlimmeres verhindert"

  • Aktualisiert: 20.12.2015
  • 12:16 Uhr
  • SID
Article Image Media
© SID-SID-AFPOLIVIER MORIN
Anzeige

Eine Airbag-Weste hat beim schweren Sturz des österreichischen Ski-Olympiasiegers Matthias Mayer womöglich noch schlimmere Verletzungen verhindert.

Gröden (SID) - Eine Airbag-Weste hat beim schweren Sturz des österreichischen Ski-Olympiasiegers Matthias Mayer womöglich noch schlimmere Verletzungen verhindert. "Ich glaube, dass der Airbag Schlimmeres verhindert hat. Aber ich will erst die Daten abwarten", sagte Günter Hujara, ehemaliger Renndirektor des Internationalen Ski-Verbandes FIS, der an der Entwicklung des Systems beteiligt war. 

Mayer war am Samstag bei der Abfahrt in Gröden schwer gestürzt und dabei auf dem Rücken aufgekommen. Der 25-Jährige erlitt Frakturen des sechsten und siebten Brustwirbels, die Saison ist für ihn vorzeitig beendet. Es sei "erst mal das Wichtigste, dass der Airbag aufgegangen ist", sagte Hujara, der mittlerweile als techznischer Experte für die FIS arbeitet. Klar sei: "Der Airbag ist eine Hilfe, aber es gibt kein System, das alles verhindert." 

Mayer war einer von sechs Ski-Rennläufern, die seit Beginn der Saison mit einem Airbag fahren. Das System löste auch sofort aus. Ein Sensor hatte "Sturz" signalisiert. Die Airbag-Weste ist rund 800 Gramm schwer und soll sich innerhalb von 100 Millisekunden aufblasen. Die Sturzenergie wird angeblich zu 60 Prozent absorbiert. Schutz wird für Nacken, Rücken, Schulter und Brust geboten. 

Das Schutzsystem wird bereits seit Jahren erfolgreich etwa von Motorradfahrern genutzt. Was die Anwendung einer solchen Airbag-Weste bei Ski-Rennläufern schwierig macht: Im Gegensatz etwa zu Motorradfahrern führen sie viel mehr Bewegungen aus, die dem System einen beginnenden Sturz signalisieren könnten - zu frühes Auslösen wäre die Folge.


© 2024 Seven.One Entertainment Group