München - Nachdem der australische Einwanderungsminister Alex Hawke das Visum von Tennis-Superstar Novak Djokovic im Vorfeld der Australian Open annulliert hatte, geht der Rechtsstreit in die nächste Runde.

Der Serbe Djokovic ließ über seinen Anwalt ankündigen, gegen diese Entscheidung vorzugehen, die ansonsten dazu führen würde, dass der neunmalige Australian-Open-Sieger nicht in Melbourne an den Start gehen könnte. 

eBay veralbert Djokovic wegen Visum-Sorgen

Vor allem in den sozialen Medien sorgte der erneute Entzug des Visums, das Djokovic überhaupt erst durch einen ersten Teilerfolg vor einem australischen Gericht erhalten hatte, für große Diskussion. 

Unter die Diskussionen mischten sich auch immer wieder kuriose sowie sarkastische Kommentare, einer davon sogar von der Online-Handels-Plattform "eBay".

Der Account "eBay Kleinanzeigen" twitterte nach dem erneuten Visum-Entzug gegen Djokovic: "Tennisschläger abzugeben. Unbenutzt. Selbstabholung. Australien" und trollte damit den Australian-Open-Titelverteidiger. 

Eine Entscheidung, ob der ungeimpfte Djokovic nun doch am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres teilnehmen darf, soll am Sonntag fallen, das Turnier beginnt einen Tag später.

Sollte Djokovic vor Gericht Recht bekommen und dürfte in Melbourne an den Start gehen, würde er zum Auftakt der Australian Open auf seinen serbischen Landsmann Miomir Kecmanovic treffen. 

Djokovic: Interview trotz positivem Coronatest

Zu Wochenbeginn hatte der "Djoker" nach einem Teilerfolg vor Gericht sein Visum zunächst zurückbekommen und durfte dadurch die Unterbringung für Ausreisepflichtige verlassen. Dort hatte er sich aufgrund der Nicht-Erfüllung der Pandemie-Einreisebestimmungen seit 5. Januar aufgehalten.

Im weiteren Wochenverlauf musste Djokovic zudem eingestehen, dass er im Dezember trotz des Wissens um einen positiven Coronatest an einem Interview in Serbien teilgenommen habe. Eine "unabsichtliche" Falschangabe auf dem Einreisebogen musste der 34-Jährige ebenfalls zugeben.

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