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München – Der Held des Tages wollte nur noch nach Hause. Schlafen. Ausruhen. Entspannen.

Und genießen.

Denn Running Back Glen Toonga hat im wahrsten Sinne des Wortes einen Lauf. Und sorgt damit dafür, dass es auch bei den Hamburg Sea Devils trotz aller Probleme in der Offensive läuft. Vor dem Spiel in Week 6 am Samstag (ab 14:45 Uhr im Livestream auf ran.de) bei den Istanbul Rams steht der letztjährige Finalist bei einer 4:1-Bilanz in der zweiten Saison der European League of Football (ELF). 

Denn auf Toonga ist Verlass, er liefert, und das konstant und verlässlich. Der vor der Saison von den Allgäu Comets zu den Hamburgern gewechselte 27-Jährige steht nach fünf Einsätzen bei 754 Rushing Yards, 251 Yards mehr als der zweitbeste Running Back der Liga, Jocques Crevell Crawford von den Berlin Thunder. Auch in Sachen Touchdowns macht ihm mit neun Läufen in die Endzone keiner etwas vor.

"So einen Tag habe ich noch nie gehabt, das bedeutet mir sehr viel. Zum Feiern bin ich aber zu müde, ich werde nach Hause gehen und schlafen", sagte er nach dem 42:15 gegen Rhein Fire. Da hatte er vier Touchdowns und 175 Yards zum Sieg beigesteuert.

Dickes Lob von Kasim Edebali

"Auch wenn heute alle einen Supertag hatten: Glen Toonga war fantastisch", lobte Kasim Edebali, der mit 7,5 Sacks selbst Top-Zahlen liefert und Herzstück der starken Defense der Norddeutschen ist. Mit Toonga wollten die Sea Devils in der Offensive variabler und aggressiver werden, was man zum jetzigen Zeitpunkt durchaus als gelungen bezeichnen kann.

Toonga gibt sich nach seinem starken Start bei den Sea Devils bescheiden. "Das habe ich nicht erwartet", sagte er der Hamburger Morgenpost. Und verriet, dass er sich erst auf der Uni für American Football entschied. "Seitdem bin ich in den Sport verliebt", sagte der 97 Kilogramm schwere Athlet.

Jetzt warten die Istanbul Rams

Er zeigt das in dieser Saison bislang Woche für Woche. Ohne Frage ein Glücksgriff.

Aufmerksam wurden die Hamburger auf Toonga, nachdem er in der vergangenen Saison für die Allgäu Comets in der GFL 1.131 Yards erlaufen und 13 Touchdowns erzielen konnte. Zuvor hatte er in London, Dresden und Polen gespielt. In Hamburg blüht er regelrecht auf - und soll die Sea Devils in Woche sechs zum nächsten Sieg führen.  

Doch Head Coach Charles Jones hat vor dem Gastspiel in Istanbul alle Hände voll zu tun, dass sein Team den Gegner nicht auf die leichte Schulter nimmt. Denn die Rams haben mit fünf Niederlagen in fünf Spielen einen klassischen Fehlstart hingelegt. Und angeschlagene Boxer sind bekanntlich besonders gefährlich. Gleichzeitig müssen die Sea Devils eigene Fehler und Undiszipliniertheiten ablegen, um die eigenen Titelambitionen weiter unterstreichen zu können.

"Wir müssen hungrig bleiben"

"Wir müssen hungrig bleiben und die beste Version von uns selbst werden. Haben wir unser Potenzial erreicht? Nein, noch nicht. Wir müssen weiter vorausschauen und effizienter werden. Keine Strafen, aber First Downs kreieren. Das ist es, was Championship-Teams tun", so Jones: "Wir müssen jedes Team der European League of Football ernst nehmen. Kein Spiel darf als selbstverständlich erachtet werden. Man darf die Istanbul Rams nicht unterschätzen, denn sie haben nichts zu verlieren."

Doch auch Jones weiß, auf wen er sich im Fall der Fälle verlassen kann: Denn wenn es nicht läuft - Toonga hat einen Lauf.

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