Die Hamburg Sea Devils feiern den Sieg in Berlin. - Bildquelle: ImagoDie Hamburg Sea Devils feiern den Sieg in Berlin. © Imago

Berlin - Die favorisierten Hamburg Sea Devils gewinnen bei den Berlin Thunder und bauen ihre Bilanz auf sieben Siege und ein Unentschieden bei nur einer Niederlage aus.

Die Hamburger waren ohne den ehemaligen deutschen NFL-Spieler Kasim Edebali und ohne den ebenfalls wochenlang verletzten Defense-Star Jan-Phillip Bombek angereist. Dennoch hatten die Sea Devils in der Defense zunächst keine Probleme mit Berlin Thunder. "Unsere Offense muss produktiver werden", forderte Sea-Devils-Boss Max Paatz nach der ersten Saison-Niederlage am 8. Spieltag in Frankfurt. Sein Team erfüllte den Wunsch in Berlin und sah lange wie der sichere Sieger aus.

Die Sea Devils führten zwischenzeitlich mit 28:0 - und mussten dennoch plötzlich zittern. Berlin Thunder erzielte drei Touchdowns in Folge und stand bei 21:28 im vierten Viertel kurz vor dem Ausgleich, doch die Hamburger Defense hielt beim vierten Versuch der Thunder stand - die entscheidende Szene für den Auswärtssieg.

Mann der ersten Hälfte: Adria Botello Moreno

Schon im ersten Drive des Spiels erzielen die Gäste den ersten Touchdown. Der spanische Tight End Ardia Botello Moreno steht völlig alleine in der Berliner Endzone und hat keine Probleme, mit seinem ersten Catch die ersten Punkte zu machen. Im zweiten Viertel fängt der 27-Jährige seinen zweiten Ball - und seinen zweiten Touchdown. Beim dritten Touchdown pflückt Moreno den Ball mit einer Hand aus der Luft. 

Der Spanier erzielt in einer Halbzeit so viele Touchdowns wie in der kompletten bisherigen Saison - und sichert damit die Halbzeitführung von 21:0.

Hamburg-Offense auch mit Schwächen

Hamburgs Quarterback Jadrian Clark serviert jedoch nicht nur vier Touchdown-Pässe, sondern auch zwei Interceptions. Beide Male fliegt der Ball relativ weit am Receiver vorbei. Zweimal patzen die Sea Devils beim Snap, im dritten Viertel rutscht Clark der Ball beim Snap durch die Hände und landet in seinem Gesicht, er kassiert den ersten von zwei Sacks. Souverän wirken die Hamburger nicht wirklich.

Die Berliner Defense generiert immer wieder Ballgewinne, muss allerdings bis in das dritte Viertel warten, bis die Offense daraus Punkte erzielt. Binnen weniger Minuten halbieren die Berliner den Rückstand von 0:28 auf 14:28. Seantavius Jones demonstriert die Überlegenheit der Thunder in dieser Phase - der Wide Receiver verteilt auf dem Weg in die Endzone zwei dominante Stiff Arms und fliegt kurz darauf zum 20:28-Touchdown.

Am Ende schütteln die Sea Devils die Nervosität jedoch wieder ab und verhindern weitere Ballverluste. Hamburg kann die Uhr im letzten Drive ablaufen lassen, Berlin Thunder kommt nicht mehr an den Ball und kann die grandiose Aufholjagd nicht krönen.

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