München – Wenn Jakob Johnson über den deutschen Football im Allgemeinen und die ELF im Speziellen spricht, hört man die Begeisterung heraus. Denn der Fullback der New England Patriots weiß: Es tut sich etwas. 

Auch dank der European League of Football, die zuletzt mit dem ELF Bowl ihre Debüt-Saison erfolgreich beendet hat. Johnson ist von dem Projekt überzeugt, "weil es für Jungs in Deutschland und Europa eine riesige Chance ist", sagte er am Dienstag in einer Medienrunde auf ran-Nachfrage. 

Teil-Eigentümer bei den Stuttgart Surge?

Dabei verriet er auch, dass er aktuell in Gesprächen ist, Teil-Eigentümer einer Franchise zu werden. Da er bereits Botschafter der Stuttgart Surge und zudem in Stuttgart geboren ist, dürfte der Gesprächspartner klar sein. "Mal sehen, was die nächsten Tage oder Wochen passiert, aber insgesamt stehe ich hinter dem Projekt", so der 26-Jährige. 

Konkret auf die ELF angesprochen, sang er ein Loblied auf die von Coach Esume initiierte Liga. "Sie ist eine riesige Chance. Es hat in Deutschland nie an Talent gemangelt. Es war für mich deshalb immer ein bisschen unverständlich, warum im deutschen Football nicht mehr passiert, warum es nicht mehr Promotion, Marketing oder mehr im Fernsehen gab", so Johnson. 

Die ELF, die in der ersten Saison auf ProSieben MAXX und auf ran.de übertragen wurde, habe einen super Job gemacht, so Johnson, "wie sie das Spiel verkauft hat und dass die Jungs mit dem Spiel vielleicht auch Geld verdienen konnten, oder das gutes Equipment da ist und gutes Coaching." 

In Europa bleiben und Geld verdienen

Auch den Entertainment-Faktor der Spiele lobte er. "Der war Hammer. Wenn man sich das Championship Game anschaut – viel besser geht Football nicht. Das ist der nächste Schritt."

Denn nicht jeder kann den Weg über das US-College gehen, egal wie groß das Talent ist, weil es Beschränkungen gibt. Das Ziel, so betont Johnson, solle daher sein, "dass die Jungs in Europa bleiben und trotzdem Geld mit Football verdienen können. Das funktioniert in jedem anderen Sport". 

Trotzdem träumen natürlich viele Talente vom Sprung in die NFL, wie es Johnson auch geschafft hat. Er sicherte sich den Platz über das International Pathway Program. Beim International Combine zeigen sich aktuell in London 43 Talente, darunter zehn Deutsche, auch aus der ELF, um einen Platz in dem Programm zu ergattern. 

Wie zum Beispiel Marcel Dabo, der Cornerback der Stuttgart Surge. Könnte er der nächste Deutsche in der NFL werden? "Das könnte ich mir gut vorstellen. Hut ab an die ganzen Jungs, die die Einladung zum Combine bekommen haben. Dort dabei zu sein zeigt, dass du das Talent hast, um den Sprung in die NFL zu schaffen. Ich wünsche allen das Beste", so Johnson: "Es ist ein riesiges Kompliment an die Jugendarbeit, Coaches und die Leute, die im deutschen Football tätig sind, dass wir an dem Punkt sind, wo es eine ganze Liste an Jungs gibt, die von der NFL die Aufmerksamkeit bekommen."

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