Jim Tomsula ist bereits zum zweiten Mal der Head Coach von Rhein Fire - früh... - Bildquelle: IMAGO/Nico HerbertzJim Tomsula ist bereits zum zweiten Mal der Head Coach von Rhein Fire - früher in der NFL Europe, jetzt in der ELF © IMAGO/Nico Herbertz

München - Der Werdegang von Jim Tomsula hängt eng mit Rhein Fire zusammen.

Im Jahre 2006 war er bereits Head Coach dieser Franchise in der NFL Europe, ehe er seine NFL-Karriere begann und später sogar Cheftrainer der San Francisco 49ers wurde. In diesem Jahr kehrte er zu Rhein Fire zurück - diesmal in der ELF (jeden Sonntag live auf ProSieben MAXX und ran.de, jeden Samstag live auf ran.de).  

Laut Tomsula sind das zwei völlig verschiedene Welten. "Das Rhein Fire von heute ist offensichtlich ein komplettes Start-Up. Ich weiß nicht, ob die Leute hier verstehen oder begreifen können, was für ein riesiges Projekt das ist, ein Football-Team als Start-Up aufzuziehen", sagt der 54-Jährige im Interview mit dem Magazin "Crunch Time".

Tomsula sieht großen Unterschied zwischen NFL Europe und ELF

Und weiter: "Dieses Team hier musste alles selbst besorgen, um das Ding hier aufzuziehen. Angefangen bei den Bällen, dem Trainingsplatz, Trikots, Helme, Mundschutz und Sachen, die man sich gar nicht ausmalen kann - ganz abgesehen von den Spielern oder Coaches. Wie das passiert ist und die Art und Weise, wie das zusammengestellt wurde und wie schnell - da war ich ja noch nicht einmal da und somit kein Teil davon. Ich kann da kein Stück des Ruhms beanspruchen."

In der NFL Europe sei das völlig anders gewesen. "Im Grunde haben wir nichts anderes als eine Bubble gemacht und in der Mitte von Düsseldorf abgesetzt", erinnert er sich: "Als wir damals in ein Flugzeug gestiegen und mit der NFL nach Europa geflogen sind, waren unsere Helme und Shoulderpads im Bauch des Flugzeugs. Und wenn du etwas gebraucht hast, dann war das nur einen kurzen Anruf entfernt."

Damals hätte es dem Teams an nichts gefehlt: "Wenn also so eine Schnalle kaputtging, dann lag da einfach eine andere herum. Heute müssten wir hier womöglich kreativ tätig werden. Wir bauen diesen Vorrat jetzt nach und nach aus."  

Rhein Fire versucht sich zu professionalisieren 

Dabei würde sich Rhein Fire auf einem guten Weg befinden. "Wir versuchen alles wie ein Pro Football Team zu strukturieren. Wir haben eine Personalabteilung, einen Spielerdirektor, eine Medizinabteilung, eine Verwaltungsabteilung, eine Kraft- und Konditionsabteilung, alle unsere Coaches, unseren ganzen Stab und Teambetreuer", berichtet Tomsula.  

Und führt fort: "Es gibt sogar eine Videoabteilung. Wir haben dabei ein richtig gutes Gefühl. Die Leute übernehmen Verantwortung für diese Bereiche. Aber natürlich werden sie noch nicht so bezahlt, wie wir uns das wünschen würden. Es sind eine Menge Leute, die auch noch eine normale Arbeit haben. Das hier tun sie nur aus purer Leidenschaft."

Einen weiteren großen Unterschied skizziert Tomsula ebenfalls. Während er in der NFL und auch in der NFL Europe Profis trainiert habe, sei das in der ELF komplett anders: "Du hast Spieler, die das Training in ihren normalen Arbeitsalltag integrieren. Das ist wirklich cool. Du hast Ehefrauen und Kinder, die ihren Dad mit Football teilen. Und es liegt nicht daran, dass sie soviel Geld verdienen, dass es ihr Leben verändern würde. Das ist immer ein Augenöffner und erfrischend."

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