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München - Am 16. April kommt es zum Comeback der United States Football League (USFL). Bereits zwischen 1982 und 1986 gab es neben der großen NFL eine Konkurrenz-Liga mit dem Namen USFL.

Die damalige USFL ging mit einem anderen Regelwerk an den Start als die NFL. In der Folge wurden allerdings einige dieser Regeln auch in die NFL übernommen und haben sich dort etabliert.

NFL guckte sich Coaches Challenge ab

Unter anderem die Coaches Challenge war eine Idee der früheren USFL und ist bis heute ein fester und wichtiger Bestandteil der NFL. Auch die Regeln der neu gegründeten USFL unterscheiden sich teilweise von denen der NFL.

Hier sind vier der wichtigsten neuen Regeln, mit denen die USFL an den Start gehen wird. Und wer weiß, vielleicht kommen die Reglements so gut an, dass sich die NFL wieder etwas bei der neuen Liga abguckt.

Drei-Punkte-Versuch nach Touchdown

Nachdem ein Team einen Touchdown erzielt hat, bekommt es die Möglichkeiten, entweder einen, zwei oder drei weitere Punkte zu erzielen. Der Extra-Punkt, den man auch aus der NFL kennt, läuft identisch ab: Die Teams kicken nach dem Snap von der 15-Yard-Linie. Die Two-Point-Conversion wird - wie gewohnt - an der Zwei-Yard-Linie gestartet.

In der USFL wird es für die Teams obendrein aber auch die Möglichkeit geben, bei einem Versuch aus zehn Yards die Endzone zu erreichen und so drei Punkte zu erhalten. Diese Idee ist neu - ein Pendant dazu gibt es in der NFL nicht. Dadurch können Teams durch einen Touchdown und den Versuch von der Zehn-Yard-Linie auf insgesamt neun Punkte kommen.

Damit wäre ein Rückstand von 18 Punkten immer noch ein Two-Score-Game für die zurückliegende Mannschaft. In der NFL ist das bei höchstens 16 Punkten Abstand der Fall, indem die Teams zwei Touchdowns und jeweils eine Two-Point-Conversion zu Stande bringen.

Onside-Kick-Alternative

Während auch die Teams der USFL weiterhin einen Onside Kick machen können, wird es eine weitere Möglichkeit geben, nach einem Score im Ballbesitz zu bleiben.

Die Teams haben die Wahl, ob sie ein 4th-and-12-Play von der eigenen 33-Yard-Linie angehen wollen. Wenn sie in diesem einen Spielzug die zwölf Yards schaffen, behalten sie den Ball. Ist das nicht der Fall, bekommt das andere Team das Spielgerät an dem Ort, an dem die Offense zu Boden gebracht wurde.

Eine ähnliche Regel gab es sogar bereits beim Pro Bowl in der NFL. Damals hatten die Teams die Option, einen Spielzug bei 4th-and-15 an der eigenen 25-Yard-Linie durchzuführen, um im Ballbesitz zu bleiben.

Overtime-Shootout

Während die NFL zuletzt ihre Regeln der Verlängerung überarbeitet hat, gibt es in der USFL eine ganz revolutionäre Herangehensweise. Die Idee dabei ist, dass jedes Team drei Angriffe von der gegnerischen Zwei-Yard-Linie bekommt.

Für jeden erfolgreichen Versuch in die Endzone gibt es zwei Punkte. Sollte es, nachdem jedes Team drei Mal im Ballbesitz war, immer noch unentschieden stehen, geht das Format in ein Sudden Death über. Sobald dann ein Team punktet und das andere nicht, steht der Sieger fest.

Wer den ersten Ballbesitz erhält, entscheidet der Münzwurf, den das Gastteam ansagen darf. Der Gewinner vom Coin-Toss darf dabei - wie in der NFL - entscheiden, wer den Ball zuerst erhält.

Zwei Vorwärtspässe

Den Teams der USFL ist es zudem erlaubt, bei einem Play zwei Vorwärtspässe hinter der Line of Scrimmage zu vollziehen. In der NFL ist nur ein Pass nach vorne erlaubt.

Diese Regel-Revolution wird mehr Variabiltät in die Playbooks der Teams bringen und Zuschauer der USFL dürften wohl den ein oder anderen Trick-Spielzug mehr sehen, als sie es aus der NFL gewohnt sind.

Dadurch ist schließlich auch ein Rückpass zum Quarterback möglich. Ursprünglich gab es diese Regel auch schon 2020 in der XFL.

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