Charr mit großen Tönen vor Fury-Kampf - Bildquelle: AFP/SID/PAUL ELLISCharr mit großen Tönen vor Fury-Kampf © AFP/SID/PAUL ELLIS

Köln (SID) - Profiboxer Mahmoud Charr glaubt an einen schnellen Sieg gegen Weltmeister Tyson Fury. "Die Chance ist sehr groß. Andy Warhol hat gesagt: Jeder Mensch hat 15 Minuten in seinem Leben, um weltberühmt zu werden. Das sind meine 15 Minuten. In vier Runden werde ich Tyson Fury ausknocken", sagte der 37 Jahre alte Wahl-Kölner im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Dienstag. 

Am Montag hatte Charrs Management den WM-Kampf gegen Fury für den 3. Dezember angekündigt, nachdem der britische Schwergewichts-Champion seine Kampfofferte an den früheren Titelträger Anthony Joshua in einem Social-Media-Video zurückgezogen hatte. Das Duell um den WM-Gürtel nach WBC-Version soll, so hieß es von der Charr-Seite, "in Manchester oder Cardiff" steigen.

Für den in 33 Kämpfen noch unbesiegten Fury hatte Charr durchaus Lob übrig. Der Hüne von 2,06 Metern sei "ehrgeizig, groß und unheimlich schnell für seine Größe", so Charr, der in Anlehnung an Furys drei Kämpfe gegen den US-Amerikaner Deontay Wilder anmerkte: "Er ist in den letzten Kämpfen oft zu Boden gefallen. Man weiß, dass sein Kinn sehr schwach ist."

Fury hatte Joshua den Kampf angeboten, nachdem Alexander Usyk (Champion der WBA, WBO und IBF) betont hatte, 2022 nicht mehr kämpfen zu wollen. Mitte September hatte Joshuas Management eine Einigung verkündet, ein Vertrag war laut Fury jedoch noch nicht unterschrieben worden. Hierfür gab er Joshua bis vergangenen Montagnachmittag Zeit. Die Frist verstrich.

Charr kritisierte Joshuas Verhalten. "Er hat das nicht unterschrieben - ich kann es nicht verstehen. Wenn mir jemanden einen Vertrag gibt, unterschreibe ich sofort. In 24 Stunden", sagte er und fuhr fort: "Entweder du bist ein Boxer und nimmst jede Herausforderung an oder du bist ein Schauspieler. Dann geh nach Hollywood!"

Charr war 2021 nach über drei Jahren Ringpause zurückgekehrt, nachdem er sich 2017 gegen den Russen Alexander Ustinow zum regulären WBA-Weltmeister gekrönt hatte. Seitdem bestritt er zwei Kämpfe gegen Christopher Lovejoy (Mai 2021) und Nikola Milacic (Mai 2022), die er gewann.

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