Evander Holyfield hatte gegen Vitor Belfort nicht den Hauch einer Chance. - Bildquelle: GettyEvander Holyfield hatte gegen Vitor Belfort nicht den Hauch einer Chance. © Getty

München - Dieses Comeback hatte sich Evander Holyfield wohl anders vorgestellt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag trat der 58 Jahre alte US-Amerikaner erstmals seit 2011 wieder in einem Boxring an - und wurde übel ausgeknockt.

Weil Oscar De La Hoya aufgrund einer Covid-Erkrankung den Kampf gegen Ex-UFC-Star Vitor Belfort aus Brasilien nicht antreten konnte, sprang der frühere Schwergewichts-Weltmeister Holyfield ein. Dieser hatte sich ohnehin bereits seit Monaten auf einen Fight vorbereitet.

Kampf bereits in Runde eins vorbei

Doch im Seminole Hard Rock Hotel and Casino in Hollywood/Florida war der Kampf bereits in der ersten Runde nach nur einer Minute und 49 Sekunden vorbei.

Bereits kurz nach dem Beginn verlor der 58-Jährige bei einem Schlagversuch, der über seinen Kopf rauschte, das Gleichgewicht und stürzte zur Seite. Doch Holyfield konnte sich wieder aufrappeln. Wenig später ging er nach zwei präzisen Schlägen von Belfort erneut zu Boden.

Ringrichter Burgos zählte den Amerikaner bereits an, doch dieser stand wieder auf. Besser wurde es aber nicht. In der Folge hagelte es Schläge des Brasilianers, der Ringrichter intervenierte und brach den Kampf ab: Technischer K.o.

"Es war eine falsche Entscheidung vom Referee, aber nun ist es eben so. Ich war nicht verletzt", erklärte Holyfield nach dem einseitigen Fight. Trotz monatelanger Vorbereitung konnte er nicht an die Leistung früherer Tage anknüpfen. 

Für Belfort war es indes erst der zweite Boxkampf seiner Karriere.

Trump als Kommentator

Für Aufsehen sorgte derweil Ex-US-Präsident Donald Trump. Dieser saß beim Kampf als Kommentator an den Mikrofonen. In der Halle wurde er von einigen Fans mit "We love Trump"-Rufen begrüßt.

Nach dem Kampf äußerte sich Trump enttäuscht über Verlierer Holyfield. "Das war nicht Evander. Ich habe noch niemals erlebt, dass ihm so etwas wie hier passiert. Von Beginn war er nicht der Kämpfer von früher", so der Ex-Präsident. Für Sieger Belfort hatte er dagegen lobende Worte übrig: "Vitor, du hast einen der Größten aller Zeiten geschlagen. Das lässt deine Aktie natürlich enorm steigen. Du warst fantastisch."

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