Schwergewichts-Europameister Nelvie Tiafack (l.) - Bildquelle: AFP/SID/KAREN MINASYANSchwergewichts-Europameister Nelvie Tiafack (l.) © AFP/SID/KAREN MINASYAN

Köln (SID) - In der Debatte um eine verbesserte Nachwuchsförderung in Deutschland prangert Schwergewichts-Europameister Nelvie Tiafack auch das Strukturproblem im Amateurboxsport an. "Wenn erwartet wird, dass man erstmal Leistung bringt ohne Förderung und dann erst die Förderung erhält, ist es auf jeden Fall der falsche Weg", sagte der 23-Jährige im Interview mit dem SID.

Der Sportsoldat der Bundeswehr, der als Medaillenhoffnung für die Olympischen Spiele 2024 in Paris gehandelt wird, führte weiter aus: "Wenn man oben ist, wird man ein bisschen gefördert. Aber ohne die Förderung der Bundeswehr wäre es unmöglich, meinem Sport so nachzugehen wie bisher."

Nach der Leichtathletik-WM in Eugene und während der European Championships in München war die Diskussion um die Sportförderung in Deutschland wieder entbrannt. Athleten wie die Leichtathletik-Asse Gina Lückenkemper und Malaika Mihambo oder Ruderer Oliver Zeidler hatten die Strukturen im deutschen Sport teils lautstark kritisiert.

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