Im F1 Manager 2022 übernimmt der Spieler die Kontrolle über ein Formel 1 Tea... - Bildquelle: Screenshot: f1manager.comIm F1 Manager 2022 übernimmt der Spieler die Kontrolle über ein Formel 1 Team © Screenshot: f1manager.com

München – Formel-1-Spiele für die Konsole haben längst Tradition. Bereits seit 2009 entwickelt Codemasters das jährlich erscheinende Videospiel "F1".

Formel-1-Managerspiele hingegen hat es in der jüngeren Vergangenheit kaum noch gegeben. Der damals sehr beliebte "Grand Prix Manager 2" hat bereits 26 Jahre auf den Buckel. Im November 2016 brachte Sega noch einmal den "Motorsport Manager" für den PC heraus. Allerdings hatte dieser keine offizielle Lizenz der Formel 1.

Nun versucht das britische Entwicklerstudio "Frontier" das einst durchaus beliebte Genre wieder neu zu beleben. Am 25. August erscheint der "F1 Manager 2022".

Die Vorteile: Das Spiel hat die offizielle Lizenz, sodass die echten Teams, Fahrer und Rennstrecken enthalten sind. Außerdem ist das Spiel für alle gängigen Plattformen erhältlich (Playstation 4 & 5, XBox Series X/S, Xbox One und STEAM/Computer).

Mitarbeiter anderer Teams abwerben und Fahrzeugteile entwickeln

Die Aufgabe des Spielers liegt darin, die Teambesitzer zufriedenzustellen, indem Saisonvorgaben erfüllt und das Einkommen des Teams gesichert werden. Das erfordert viele gute Entscheidungen. Der Manager soll die Leistung der Fahrer im Auge behalten, für schwarze Zahlen auf dem Konto sorgen und nach guten Mitarbeitern Ausschau halten. 

Dabei soll es möglich sein, die Mitarbeiter gegnerischer Teams abzuwerben – Aston Martin lässt grüßen.   

Auch in der Fabrik soll der Spieler gefordert sein. Der Manager legt nicht nur neue Fahrzeugteile fest, sondern muss auch grundsätzliche Entscheidungen über den Konstrukteurs-Weg treffen. Soll ein ausgeglichenes System entwickelt werden oder sollen bestimmte Leistungsaspekte im Fokus stehen?

Ein warnendes Beispiel könnte das echte Formel-1-Team von Ferrari sein, welches zwar einen sehr schnellen Wagen entwickelt hat, allerdings immer wieder aufgrund von technischen Problemen ausfällt.

Grundwissen zum Motorsport ist erforderlich

An den Motorsport-Einsteiger dürfte sich das Spiel eher nicht richten. "PC Games" durfte das Spiel beim Entwickler vor Ort in Cambridge testen und verrät in einem Video: "Wer innerhalb der komplexen Welt der Formel 1 durchblicken möchte, muss die unzähligen Regeln und Technikbegriffe kennen. Ob DRS, ERS, Blistering oder Downforce – gerade Neuling kann das erschlagen."

Im Mittelpunkt stehen natürlich die Rennen. Sämtliche Entscheidungen von der Boxenstopp-Strategie über die Wahl der Reifen bis hin zu den Anweisungen für die Fahrer liegen beim Spieler und müssen je nach Rennereignissen (Wetterumschwung, wechselnde Streckenbedinungen, Safety Car etc.) angepasst werden.

Der Entwickler verspricht eine "atemberaubend realitätsgetreue TV-Übertragungsqualität". Tatsächlich macht die grafische Darstellung in dem Trailer einen guten Eindruck - allerdings ist das bei Trailern nahezu immer der Fall.

Wie gut die Renndarstellung wirklich ist - ob sich zum Beispiel die Rennsituationen wiederholen und alle Überholmanöver ähnlich aussehen oder ob wirklich ein unvorhersehbares Rennen entsteht – wird sich erst bei der Veröffentlichung prüfen lassen.

Echte Funksprüche der Fahrer im Spiel enthalten

Dass bei den Funksprüchen der Fahrer echtes Material aus den Formel-1-Rennen verwendet wird, man also wirklich die Stimme von Sebastian Vettel & Co. hört, verspricht echte Renn-Atmosphäre. Hier ist der Titel gegenüber der Simulation "F1 22" sogar im Vorteil, weil dort lediglich monoton wirkende Einspieler genutzt werden.

Allerdings gilt auch hier: Sollten sich die Funksprüche bereits nach kurzer Zeit wiederholen, ist die Atmosphäre dahin. Auch dies lässt sich erst bei der Veröffentlichung prüfen.

Zurück zum Inhalt: Der Spieler legt die Strategie für beide Fahrer fest und kann dabei je nach Qualität der Fahrer variieren. Fährt der eine Fahrer zum Beispiel reifenschonender als der andere Pilot, sollte das in die Boxenstopp-Planung mit einfließen. 

Die Rennen lassen sich in bis zu 16-facher Geschwindigkeit abspielen, sodass ein Grand Prix innerhalb von rund sechs Minuten vorüber sein könnte. Allerdings beraubt man sich dadurch der Möglichkeit, auf die einzelnen Situationen reagieren zu können.

Das Rennen kann in verschiedenen Kamera-Perspektiven verfolgt werden – zum Beispiel in der Cockpit-Perspektive oder in der TV-Übertragung. Über wichtige Ereignisse, die sich ansonsten im Rennen ergeben, wird der Spieler per Einblendung informiert und kann sich dies auch im Replay anschauen.

Steuerung auf der Konsole könnte Knackpunkt sein

Auf den ersten Blick bietet "F1 Manager 22" zumindest eine willkommene Abwechslung zur F1-Hauptreihe. Gerade bei einem Managerspiel gilt allerdings: Ein echtes Urteil lässt sich erst nach mehreren Stunden Spielzeit fällen.

Spannend wird sein, wie gut die Steuerung auf der Konsole mit dem Gamepad funktioniert. Dass für die Spielekonsolen kaum Managerspiele erscheinen, hängt eben auch damit zusammen, dass sich solche Spiele besser per Maus steuern lassen.

Aber wer weiß: Möglicherweise hat "Frontier" für dieses Problem eine Lösung gefunden.

Oliver Jensen

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