Arjen Robben verabschiedete sich am letzten Spieltag vom FC Bayern mit einem... - Bildquelle: 2019 Getty ImagesArjen Robben verabschiedete sich am letzten Spieltag vom FC Bayern mit einem Treffer gegen Frankfurt. © 2019 Getty Images

München - Kaum ein Spieler hat den FC Bayern München in der vergangenen Dekade so geprägt wie Arjen Robben. Mit seinen Tempodribblings, Traumtoren und seinem unermüdlichen Kampfgeist katapultierte er die Roten - gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Franck Ribery - auf ein seit Jahrzehnten nicht mehr erreichtes Level.

 

Die Flügelzange "Robbery" bescherte den Bayern acht Meistertitel, fünf Pokalsiege und vor allem den Champions-League-Triumph 2013. Robben erzielte damals in Wembley das Siegtor gegen Borussia Dortmund. Nach zehn Jahren verlässt der mittlerweile 35-Jährige nicht nur den FC Bayern sondern, auch die Fußball-Bühne. Er geht als Legende.

Glücksfall für Verein und Spieler

Robben sagt, das Karriereende sei die schwierigste Entscheidung seines Lebens gewesen. Dennoch sei sie richtig. Genauso richtig, wie die Vertragsunterschrift im August 2009 beim FC Bayern. Dabei war Robben auch jene Entscheidung damals sehr schwer gefallen. Eigentlich hatte er Real Madrid gar nicht verlassen wollen. Nach zahlreichen Verletzungen gehörte der "Glas-Mann", wie er in Spanien getauft worden war, nicht zur ersten Garde. Er konnte kaum an erfolgreiche Zeiten beim FC Chelsea anknüpfen. 

Den Wechsel nach München sah er zunächst als sportlichen Abstieg. Als Zwischenstation, um Spielpraxis zu sammeln. Es sollte ein Glücksfall für Verein und Spieler werden. Bayern hatte Robben nach dem schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren verpflichtet. Kurz bevor das Transferfenster schloss. Als Robben vor dem vierten Spieltag kam, rangierte der Klub auf Tabellenplatz 14. Am Saisonende stand der Meistertitel. Robbens erster in München, nachdem er bereits mit Real Madrid, dem FC Chelsea und PSV Eindhoven nationale Meisterschaften gewonnen hatte. 

Zwar plagten den Niederländer auch in München Verletzungen. Doch irgendwie gelang es der medizinischen Abteilung um Dr. Müller-Wohlfahrt immer wieder, den Dribbel-Künstler in Topform zurück aufs Spielfeld zu bringen. Er bedankte sich mit spektakulären Toren - und wurde zum Weltstar.

Gegner verzweifeln am Robben-Trick

Die Gegner fürchteten seinen typischen Antritt: Robben dribbelt in seiner unnachahmlichen Art den rechten Flügel entlang, zieht dann plötzlich nach innen und zirkelt das Leder sehenswert ins lange Eck. Jeder, wirklich jeder, wusste genau, dass es passieren wird. Verhindern konnte es kaum einer. Der Robben-Trick brachte die Gegner über ein Jahrzehnt immer und immer wieder zur Verzweiflung. "Du musst es im richtigen Moment machen", hatte der Niederländer dem "kicker" einmal verraten.

In der kommenden Saison werden wir Robbens Signature Move nicht mehr bestaunen können. Weder in der Bundesliga noch irgendwo anders. Das sorgt für Wehmut. Aber auch für Dankbarkeit: Danke, dass wir zehn Jahre dabei sein durften, als DU die Fußballwelt in Staunen versetzt hast. Es war ein Fest!

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