Noussair Mazraoui wechselt im Sommer 2022 ablösefrei von Ajax Amsterdam zum ... - Bildquelle: imago images/Pro ShotsNoussair Mazraoui wechselt im Sommer 2022 ablösefrei von Ajax Amsterdam zum FC Bayern München © imago images/Pro Shots

München - Der FC Bayern hatte sich bemüht und Noussair Mazraoui seit Monaten umgarnt. Am Mittwochnachmittag war der Marokkaner dann quasi ein Münchner.

"Es sind noch ein paar Sachen zu erledigen. Aber er ist ein Spieler, der uns helfen und unsere Mannschaft verstärken wird", sagte Bayern Münchens Sportvorstand Hasan Salihamidzic zufrieden bei "tz" und "Münchner Merkur".

Wenn diese Details dann erledigt sind, wird der 24-Jährige Marokkaner sich offiziell dem Rekordmeister anschließen und damit gleichsam eine Kaderlücke neben Benjamin Pavard schließen. Er ist der von den Bayern schon längere Zeit gesuchte und nun gefundene weitere Rechtsverteidiger. Laut Salihamidzic sei Mazraoui "der Typ Spieler, der von ganz Europa gesucht wurde. Wir sind sehr glücklich, dass er sich dazu entschieden hat, mit uns in die nächsten Jahre zu gehen."

Mazraoui: Gleich bis ins Champions-League-Halbfinale

Diesen offenkundig heiß begehrten Spieler bekommen die Münchner sogar ablösefrei, da der Vertrag Mazraouis bei seinem bisherigen Klub Ajax Amsterdam am 30. Juni 2022 ausläuft. Ein Schnäppchen also und das für eine Position, auf der die Bayern-Verantwortlichen schon vor längerer Zeit Handlungsbedarf ausgemacht haben.

Nach gut vier Jahren bei den Ajax-Profis kommt der zwölfmalige Nationalspieler der "Löwen vom Atlas" als schon einigermaßen gestandener Akteur an die Säbener Straße, wo er übereinstimmenden Medienberichten zufolge einen Vierjahresvertrag bis 2026 unterzeichnen soll. Seine Zeit bei Ajax war für Mazraoui ereignisreich, mit dem bekanntesten niederländischen Klub hat er unter anderem drei Meistertitel und zwei Pokalsiege eingefahren, aber auch so manchen Rückschlag erlitten.

Augenverletzung setzt Mazraoui wochenlang außer Gefecht

Beim größten internationalen Erfolg von Ajax in den zurückliegenden Jahren, war Mazraoui auch mittendrin. Als Amsterdam in der Saison 2018/19 mit Jungstars wie Frenkie de Jong, Matthijs de Ligt oder Donny van de Beek bis ins Halbfinale der Champions League vorstieß und dort ein Last-Minute-Aus gegen Tottenham erleiden musste, stand auch der künftige Münchner mit auf dem Platz. Es war die Saison, in der Mazraoui unter Coach Erik ten Hag den Durchbruch schaffte. Ten Hag hielt auch an Mazraoui fest, als dieser in der Saison 2020/21 wegen einer Augenverletzung 15 Pflichtspiele verpasste.

"Das war schwieriger als meine vorherigen Verletzungen", sagte Mazraoui bei "Ajax TV" über diese Zeit - er hatte einen Ball knallhart ins Gesicht bekommen: "Ich konnte überhaupt nichts machen. Ich durfte mich nur ausruhen und keine intensiven Dinge machen". Ansonsten hätte er den Verlust seines Augenlichtes riskiert. Nicht einmal Einheiten im Fitnessstudio waren möglich. "Es war zu gefährlich", erzählte er, "und es waren zu viele Risiken damit verbunden. Du hast nur zwei Augen und willst sie dein ganzes Leben lang benutzen." Erst nach sechs Wochen hoben die Ärzte das Sportverbot auf. 

Vor Tod: Starberater Mino Raiola fädelt Mazraoui-Deal ein

Nachdem sich Mazraoui schließlich endgültig bei den Ajax-Profis etabliert hatte, machte sich der in Leiderdorp (30.000-Einwohner-Stadt zwischen Den Haag und Amsterdam) geborene Nordafrikaner weiter einen Namen. So wurde seinerzeit unter anderem Starberater Mino Raiola auf die rasante Entwicklung des Talents aufmerksam und nahm ihn schließlich unter die Fittiche. 

Der kürzlich an einer schweren Krankheit im Alter von nur 54 Jahren verstorbene Raiola soll in den Wochen und Monaten vor seinem Tod den Mazraoui-Deal mit eingefädelt haben. Laut Medienberichten hatten ihn die Münchner zunächst wegen einem anderen Ajax-Talent kontaktiert: Ryan Gravenberch - ebenfalls beraten von der Agentur des Italieners. Auch der 19-Jährige könnte im Sommer an der Säbener Straße landen. Im Rahmen der Gespräche über Gravenberch sei dann der Name Mazraoui zur Sprache gekommen, an dem zu diesem Zeitpunkt offenbar bereits diverse Topklubs interessiert waren.

Wohl wegen Nagelsmanns-Anruf: Kehrtwende von Mazraoui

Aufgrund der konstant guten Leistungen und des auslaufenden Vertrages sollen sich unter anderem auch Borussia Dortmund, der AC Mailand und der FC Barcelona mit einer Verpflichtung beschäftigt haben. Den Zuschlag bekamen aber die Bayern - und das wohl nicht ganz zufällig. Laut des italienischen Transfermarkt-Experten Fabrizio Romano habe sich Bayern-Coach Julian Nagelsmann persönlich um diese Personalie gekümmert.

Im März habe Nagelsmann telefonischen Kontakt mit dem Wunschspieler aus Amsterdam aufgenommen und ihn in diesen Gesprächen offensichtlich überzeugt. Der direkte Kontakt zwischen Rechtsverteidiger und Trainer soll zum Meinungsumschwung bei Mazraoui geführt haben, der zu diesem Zeitpunkt schon Barca zusagen wollte. Zudem hätte anscheinend Erik ten Hag, der einst an der Säbener Straße die Bayern-Amateure coachte, seinen aktuellen Ajax-Schützling liebend gerne zu seinem neuen Arbeitgeber Manchester United mitgenommen.

Bayerns vermeintlicher Plan: Mazraoui nach rechts, Pavard ins Zentrum

Während Mazraoui nun also die Bayern-Baustelle auf der Rechtsverteidiger-Position langfristig schließen soll, gibt es mit Benjamin Pavard wohl andere Pläne für die Zukunft. Der 26-jährige Franzose dürfte in der neuen Saison vorwiegend als Innenverteidiger eingeplant werden. Durch den Abgang von Niklas Süle nach Dortmund ergibt sich dort beinahe automatisch eine neue Perspektive für den Weltmeister. 

Bevor Mazraoui ab Juli 2022 der zweite Marokkaner in der Vereinsgeschichte der Bayern nach Medhi Benatia wird, verabschiedete er sich noch mit dem dritten Meistertitel, den Ajax am Mittwochabend fixierte. Mazraoui ist überhaupt erst der dritte Spieler, der von den Niederländern direkt zu den Bayern wechselt. Seine Vorgänger: Sören Lerby und Jan Wouters.

Von Christoph Gailer

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Wenn am 27. Mai 2023 die Bundesliga-Saison beendet wird, steht auch fest, wer in der Relegation ran muss. Ausgetragen wird die Relegation am 1. und 5. Juni - live in SAT.1 und auf ran.de.

Die Termine für die Relegation im Überblick:

  • 1. Juni 2023 - Relegation Bundesliga Hinspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 2. Juni 2023 - Relegation 2. Bundesliga Hinspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 5. Juni 2023 - Relegation Bundesliga Rückspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 6. Juni 2023 - Relegation 2. Bundesliga Rückspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn

Wann endet die Bundesliga-Saison 2022/23?

Die Bundesliga-Saison 2022/23 endet am 27. Mai 2023 mit dem 34. Spieltag. Spätestens hier wird entschieden, wer Meister wird, wer absteigt und wer in die Relegation muss.


Wie sind die Anstoßzeiten in der Bundesliga-Saison 2022/23?

In der Bundesliga-Saison 2022/23 wird es einige Änderungen bei den Anstoßzeiten geben. Das späte Sonntagsspiel wird nicht um 18 Uhr, sondern um 17:30 angepfiffen. Zudem wird es zehn Spiele am Sonntag um 19:30 Uhr geben. Die Montagsspiele fallen dagegen weg. Die Freitagsspiele finden wie gewohnt um 20:30 Uhr statt und auch am Samstag werden die Partien wie gewohnt um 15:30 Uhr und um 18:30 Uhr angepfiffen.


Die nächsten Spiele & Termine

Bundesliga 2022 / 2023

Topspiele 15. Spieltag

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB15104149:133634
2SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF1593325:17830
3RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL1584330:21928
4Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE1583432:24827
51. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU1583424:20427
6Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB1581625:21425
7VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB1565424:20423
8Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG1564528:24422
9Werder BremenWerder BremenWerderSVW1563625:27-221
101. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M051554619:24-519
111899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG1553722:22018
12Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB041553725:26-118
131. FC Köln1. FC KölnKölnKOE1545621:29-817
14FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA1543818:26-815
15Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC1535719:22-314
16VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB1535718:27-914
17VfL BochumVfL BochumBochumBOC15411014:36-2213
18FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0415231013:32-199
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