München – Leidenschaft und Emotionen der Fans gehören zum Fußball wie die 22 Akteure und das runde Leder. Ihr Verein bedeutet so manchem – so zumindest der Eindruck – mehr als die eigene Familie.

Die Anhänger fiebern Woche für Woche mit Ihren Teams mit. Die Treuesten reisen gerne, um stets nah bei ihren Helden zu sein, durch die Republik und auch mal über die Landesgrenze hinaus. Und zum Glück ist das nach dieser leidigen Corona-Zeit auch endlich wieder möglich. Doch mit Saisonende scheint es immer häufiger vorzukommen, dass einige Fans der eigenen Mannschaft jetzt etwas zu nahe kommen.

Platzstürme sieht man mit Saisonende gefühlt überall, wo es etwas zu feiern gibt. Es scheint, als wolle man ganz nah dran sein. An dem Ort, wo Fußball-Geschichte geschrieben wird. Und das vergangene Wochenende beweist, dass das kein rein deutsches Phänomen ist.

Fans gefährden sich und die Spieler

Prominent passiert bei den Meisterfeierlichkeiten von Manchester City und dem AC Milan. Okay, für die Mailänder war es die erste Meisterschaft nach elf Jahren. Der 19. Scudetto nach vielen unbefriedigenden Jahren insgesamt. Da kann das Fanherz der Tifosi selbst nach einem ungefährdeten 3:0-Sieg in Sassuolo schon mal überkochen. Negative Zwischenfälle sind zum Glück nicht bekannt.

Anders in England. Zugegeben, die Dramatik am letzten Spieltag war trotz der gleichen Ausgangssituation vor dem Spieltag nicht zu vergleichen mit der in Italien. Dank dreier Tore innerhalb von nicht einmal sechs Minuten drehten die "Skyblues" in der Schlussviertelstunde einen 0:2-Rückstand zum notwendigen Sieg.

Bei einem Unentschieden wäre Liverpool jetzt der neue englische Meister. Erinnerungen an das noch epischere Saisonfinale von vor genau zehn Jahren kamen hoch. Den "Agueroooooooo" machte diesmal übrigens ein gewisser Ilkay Gündogan.

Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Gündogan traf zur vierten Meisterschaft in den letzten fünf Jahren. Aguero sicherte City in der Nachspielzeit den ersten Titel nach 44 Jahren. Damals wie jetzt zehn Jahre später, stürmten die gerade nicht für ihre überschwänglichen Emotionen bekannten City-Fans das Feld nach dem Abpfiff. Dabei bekam Gäste-Keeper Robin Olsen einige Schläge des vorbeiströmenden Anhangs im Gesicht und am Kopf ab.

Ein Unding. Zum Glück sind derartige Fälle nach Platzstürmen hierzulande bislang nicht bekannt. Noch?

Die Emotion verliert an Authentizität

Das Schöne ist ja: Platzstürme kennen wir aus positiven Emotionen heraus. Klassenerhalt, Aufstieg oder ein gewonnener Titel sind in der Regel die Auslöser.

Einige der jüngsten Beispiele hierzulande wirkten allerdings erzwungen. Exemplarisch die Fans des 1. FC Köln, die nach einer Niederlage gegen den VfL Wolfsburg auf den Rasen zu ihren Helden stürmten. Der Grund: Köln qualifizierte sich dank Patzern der Konkurrenz erstmals seit 2017 für das internationale Geschäft. Toll. Jonas Hector war das übrigens sichtlich unangenehm.

Mehr Unbehagen löste nur der Platzsturm der Bayern-Fans am 34. Spieltag der Saison 2015/16 in der Allianz Arena aus. Der Rekordmeister machte den Titel bereits eine Woche vorher in Ingolstadt perfekt. Da platzt es schon mal aus einem heraus.

Der nächste Platzsturm kommt bestimmt

Wenn tausende Fans beinahe gleichzeitig den Innenraum stürmen wollen, lässt sich das kaum bis gar nicht vermeiden. Logischerweise sollen durch das Öffnen der Balustraden Massenpaniken und damit Katastrophen wie in Hillsborough vermieden werden.

Doch wie der Freudentaumel nach dem Aufstieg in Gelsenkirchen beweist, bringen die baulichen Gegebenheiten in einigen Stadien dennoch einige Gefahren mit sich. Neun Personen sollen sich schwer verletzt haben. "Dieser Platzsturm hätte auch in einer Katastrophe enden können", so der leitende Polizeidirektor Peter Both zu den Vorkommnissen.

Zum Glück blieb ein Horrorszenario bislang aus und Fans und Spieler weitestgehend unversehrt. Aber was passiert, wenn Fans einmal aus negativen Emotionen heraus den Platz stürmen? Beispielsweise wenn Dynamo Dresden vor den eigenen Fans nach dem Relegations-Rückspiel gegen Kaiserslautern (Dienstag, 24.5. ab 19.30 Uhr live in SAT.1 und auf ran.de) den bitteren Weg in die Drittklassigkeit antreten muss? Kaum auszudenken.

Macht Platzstürme wieder zu etwas Besonderem, bitte

Immerhin bewies die Anhängerschaft von Eintracht Frankfurt in der magischen Nacht von Sevilla, dass auch ohne den befürchteten Platzsturm besondere Emotionen transportiert werden können. Zur Belohnung reichte Timothy Chandler den Pott in die Kurve. Mehr Nähe geht ja wohl kaum.

Dennoch steht uns hierzulande der nächste Fan-Auflauf bevor, möglicherweise von feiernder und frustrierter Seite – und das zur gleichen Zeit. Nämlich beim Rückspiel der Bundesliga-Relegation (Montag, 23.5. ab 19:30 Uhr live in SAT.1 und ran.de) zwischen dem Hamburger SV und Hertha BSC. Aus Sicherheitskreisen ist zu hören, dass bei einem Aufstieg des HSV sowohl glückliche Hamburger als auch frustrierte Berliner das Feld stürmen könnten. 

Die positive Reaktion der Hamburger wäre sicherlich nachvollziehbar. Immerhin würde der einstige Bundesliga-Dino ins Oberhaus zurückkehren. Ein besonderer Anlass. Und genau so sollten Platzstürme sein. Besonders. Außergewöhnlich. Und nicht inflationär. Aber vor allem noch eins: sicher und aus positiven Emotionen heraus geboren.

Patrick Blank

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Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Relegation 2023: Wann findet die Relegation statt - wo wird sie übertragen?

Den Abschluss im Profi-Fußball macht die Relegation. 1., 2. und 3. Liga kämpfen um die letzten Plätze. Die Bundesliga-Relegation findet am Ende der Saison statt. Alle vier Relegationsspiele werden live im Free-TV bei SAT.1 gezeigt und im kostenlosen Livestream auf ran.de.


Wer überträgt die Bundesliga live?

Die Bundesliga-Rechte sind aufgeteilt. Im Free-TV werden die Spiele in SAT.1 übertragen - dort laufen dann insgesamt neun Spiele im Free-TV. Die Samstagsspiele gibt es beim Pay-TV-Sender Sky. Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Freitags- und Sonntagsspiele.


Wo ist die Bundesliga 2022/2023 live zu sehen?

Zur Saison 2021/22 wurden die Rechte neu vergeben. SAT.1 hat sich die Free-TV-Rechte für neun Livespiele gesichert und zeigt unter anderem die Relegationsspiele. Die Bundesligakonferenz, sowie die Einzelspiele am Samstag werden weiterhin bei "Sky" zu sehen sein. "DAZN" überträgt dagegen alle Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga. Montagsspiele wird es ab der Saison nur im Notfall geben.


Wo sehe ich welche Spiele der Bundesliga live im TV, Livestream, Free TV, und Web?

Der Bezahl-TV-Sender Sky und der Internet Streamingdienst DAZN teilen sich die Übertragunsrechte an der Live Übertragung der Bundesliga 2021/2021. Sky darf ab dieser Saison aber nur noch die Samstags Spiele live übertragen. Zudem überträgt SAT.1 insgesamt neun Spiele mit Free-TV - inklusive der Relegationsspiele um die Bundesliga und der 2. Liga.
Freitag: DAZN überträgt alle Spiele. Anpfiff der Spiele ist um 20:30 Uhr. Die Übertragungen mit Vorberichten, beginnt um 19:30 Uhr
Samstag: Sky überträgt alle Bundesliga-Begegnungen um 15:30 Uhr einzeln und in der Bundesliga Konferenz. Dazu das Topspiel um 18:30 Uhr. Bundesliga im Free-TV: Die Zusammenfassungen der 15:30 Uhr Spiele gibt es in der ARD ab 18:30 Uhr zu sehen. Das ZDF zeigt ab 23 Uhr ebenfalls Zusammenfassungen.
Sonntag: DAZN überträgt alle Partien um 15:30 Uhr und 17:30 Uhr, sowie zehn Spiele um 19:30 Uhr. Bundesliga Free-TV: Die Höhepunkte am Abend werden von der ARD ausgestrahlt. Der TV Sender Sport1 hat die Rechte, Zusammenfassungen der Freitags- und Samstagsbegegnungen auszustrahlen.
Dienstag und Mittwoch: Alle Partien der Bundesliga dienstags, mittwochs in sog. Englischen Wochen überträgt der Pay TV Sender Sky.


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DFL Supercup 2022 live auf SAT.1 und ran.de
Am 30. Juli wartet das erste Highlight nach der Sommerpause auf die Fußballfans! Der Deutsche Meister Bayern München trifft im DFL-Supercup 2022 auf den DFB-Pokalsieger RB Leipzig. Das Finale steigt in der Leipziger Red Bull Arena, der Anpfiff erfolgt um 20:30 Uhr. Das Spiel wird live im Free TV bei SAT.1 übertragen. Mehr INFOS...

Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch ausgewählte Einzelspiele im ran.de Liveticker abrufbar.

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
11. FC Köln1. FC KölnKölnKOE00000:000
11. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU00000:000
11. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0500000:000
11899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG00000:000
1Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0400000:000
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB00000:000
1Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG00000:000
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB00000:000
1Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE00000:000
1FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA00000:000
1FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0400000:000
1Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC00000:000
1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL00000:000
1SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF00000:000
1VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB00000:000
1VfL BochumVfL BochumBochumBOC00000:000
1VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB00000:000
1Werder BremenWerder BremenWerderSVW00000:000
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