Kopf-Ball-Spezialist Robert Glatzel - Bildquelle: ImagoKopf-Ball-Spezialist Robert Glatzel © Imago

München/Hamburg - Als um 17:24 Uhr im Rostocker Ostseestadion der Schlusspfiff ertönte, konnte man die Steine, ja quasi ganze Gebirge beinahe hören, die den Anhängern sowie den Spielern des Hamburger SV vom Herzen gefallen waren. Das 3:2 gegen Hansa Rostock bedeutete Platz drei und die Teilnahme an der Relegation gegen Hertha BSC (Donnerstag, 19.5. und Montag, 23.5. jeweils ab 19:30 Uhr live in SAT.1 und im Stream auf ran.de).

Damit endete für die Rothosen ein regelrechtes Trauma. Drei Spielzeiten in Folge verspielte der HSV im Frühling eine exzellente Ausgangsposition für den Aufstieg manchmal unerklärlich und landete nur auf Rang vier. Durch das gleichzeitige 3:0 des SV Darmstadt 98 gegen den SC Paderborn, wäre es auch diesmal so gekommen - wenn der Sieg an der Ostsee den "Fluch" nicht gebannt hätte.

Tim Walter impft dem HSV Selbstvertrauen und Mentalität ein

Dass die Hamburger trotz der Hypothek eines Rückstandes zur Pause noch die Wende schafften und Rang drei sicherten, liegt auch am neuen Selbstverständnis der Hamburger - und an Coach Tim Walter.

"Wir sind mutig und wir sind überzeugt von unserer Herangehensweise", sagte Walter erst am Dienstag wieder mantrahaft. Jene Überzeugung, die der HSV in den letzten Wochen verströmte, fehlte in den vergangenen Jahren im Endspurt komplett. Vor dieser Saison hatten die Hamburger im Unterhaus kein einziges Spiel im Monat April gewonnen. Eigentlich unerklärlich für die Qualität, die vergangene HSV-Teams besaßen.

2021 gab es etwa ein 2:3 in Osnabrück, 2020 ein 1:5 gegen den SV Sandhausen oder 2019 ein 0:3 gegen den FC Ingolstadt - es sind Erinnerungen, die die Fans im Volkspark haben schlecht schlafen lassen. Eine Chronologie des Scheiterns.

Doch woran scheiterte der so stolze Klub? Es war anscheinend ein mentales Problem, das den HSV hemmte. Der unheimliche Druck, die Last der Erwartungen einer Weltstadt - mit Ausnahme eines Kiezviertels natürlich -, war offenkundig zu viel für die Spieler. Walter und seinem Team jedoch gelang es nun endlich, diesem Druck mit ihrer stetigen Fokussierung auf positive Faktoren und der Konzentration auf das Hier und Jetzt standzuhalten.

Rückstände werfen den HSV nicht mehr um - Plan A ist der einzige Plan

Das macht sich vor allem in einer Statistik bemerkbar. Nur der FC St. Pauli (zwölf Mal) ist in der vergangenen Zweitliga-Saison seltener in Rückstand geraten als die Rothosen (14 Mal) und trotzdem holten nur vier Teams mehr Punkte nach Rückstand als Hamburg (14). Kein Team verlor so selten, wenn der Gegner zu irgendeinem Zeitpunkt in Führung lag (sechs Mal). Zum Vergleich: 2018/19 holte der HSV nur mickrige fünf Zähler nach Rückstand.

Alles Merkmale des Walterschen Systems. "Wir glauben fest an das, was wir spielen", sagte der 46-Jährige. Das zeigte sich auch im DFB-Pokal in zwei Duellen mit Bundesligisten. Den 1. FC Köln, eine der Pressingmaschinen im Oberhaus, warf Hamburg glücklich aber hochverdient aus dem DFB-Pokal-Achtelfinale. Im Halbfinale gegen den SC Freiburg war zwar Schluss, jedoch hielt die Walter-Elf weiter am eigenen Plan fest und ließ sich auch vor argen individuellen Patzern nicht völlig aus der Spur bringen.

Gegen die Berliner Hertha, HSV-Gegner Nummer drei aus der Bundesliga, wird sich, logisch, auch nichts am Hamburger Weg ändern. "Ich bin Chef und dafür verantwortlich, dass wir genau das machen, was wir die ganze Saison gemacht haben", kündigte Walter beinahe drohend in Richtung Hauptstadt an.

Der HSV steht wieder für etwas

Das heißt: Dominantes Spiel, viel Ballbesitz und viele Flanken in die Mitte. Eine Alternative dazu sucht man vergebens und Walter braucht die auch nicht. Die Psyche, das, was den HSV zuletzt am Aufstieg hinderte, ist nun sein größter Faustpfand. Was der Trainer vorgibt, funktioniert, das beeinflusst einen Spieler, wenn es nur unterbewusst ist. Eine Kopfsache eben. "Mutig, voller Bereitschaft, vor allem voller Überzeugung. Genau dafür steht der neue HSV. Das ist das Ass, was wir im Ärmel haben", verdeutlichte Walter.

Von zählbarem Wert sind die all die positiven Aspekte jedoch nur, wenn Hamburg tatsächlich aus dem Relegationsduell mit der Hertha als Sieger hervorgeht und nach vier Jahren Abstinenz in die Fußball-Bundesliga zurückkehrt.

Je mehr Zeit der ehemalige Dino nämlich im Unterhaus verbringt, desto schwieriger wird es, im Kader die individuelle Qualität für den Aufstieg zu versammeln und die Idee des Trainers, für die die Hamburger neuerdings stehen, umzusetzen.

Eine Frage des Kopfes bleibt es aber so oder so.

Kai Esser

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Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
11. FC Köln1. FC KölnKölnKOE00000:000
11. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU00000:000
11. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0500000:000
11899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG00000:000
1Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0400000:000
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB00000:000
1Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG00000:000
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB00000:000
1Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE00000:000
1FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA00000:000
1FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0400000:000
1Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC00000:000
1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL00000:000
1SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF00000:000
1VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB00000:000
1VfL BochumVfL BochumBochumBOC00000:000
1VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB00000:000
1Werder BremenWerder BremenWerderSVW00000:000
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