Jude Bellingham und sein provokanter Jubel nach seinem Tor zum 1:0 gegen Bes... - Bildquelle: 2021 Getty ImagesJude Bellingham und sein provokanter Jubel nach seinem Tor zum 1:0 gegen Besiktas Istanbul © 2021 Getty Images

München – Jude Bellingham stellt sogar Kylian Mbappe in seinen Schatten. Beim 2:1 von Borussia Dortmund bei Besiktas Istanbul war Bellingham mit 18 Jahren und 78 Tagen der jüngste Spieler, der in zwei aufeinanderfolgenden Einsätzen in der Champions League ein Tor erzielen konnte, zuvor traf er bei seinem vorherigen Königsklassen-Auftritt, dem 1:2 im Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester City in der vergangenen Saison.

Doch neben dem Rekord und dem Titel als UEFA Player of the Match sicherte sich Bellingham vor allem eines: Internationale Anerkennung für einen unheimlich reifen Auftritt eines gerade erst 18-Jährigen auf Europas großer Fußballbühne. Da rang selbst BVB-Superstar Erling Haaland in der Mixed Zone um die richtigen Worte: "Er ist unglaublich. Er ist erst 18, drei Jahre jünger als ich. Ich weiß nicht, was ich über ihn sagen soll. Er ist einfach großartig."

Provokanter Torjubel auch in Istanbul

Gegen Besiktas war Bellingham der erste Spieler überhaupt, der in dieser Champions-League-Saison sowohl traf als auch ein Tor vorbereitet hatte. Dazu bewies der Engländer – wie schon bei seinem Bierbecher-Jubel am Wochenende in Leverkusen – dass er sich auch vom größten Gegenwind nicht unterkriegen lässt. Dem fulminanten Lärmpegel im Vodafone Park entgegnete er nach seinem Volley-Tor den Zeigefinger vor dem Mund: Ruhe, bitte. Großspurig? Ja, aber mit seinen starken Auftritten der vergangenen Wochen unterfüttert Bellingham seine Coolness auch mit Leistung.

In dieser Saison stand er in allen sieben BVB-Pflichtspielen in der Startelf, dabei gelangen ihm zwei Tore und vier Assists – schon jetzt kommt er auf fast so viele Torbeteiligungen wie in der kompletten Vorsaison, in der er mit 17 Jahren schon unfassbare 46 Pflichtspiele auf dem Platz stand.

Bei allen BVB-Trainern gesetzt

Die Partie gegen Besiktas war bereits das achte Champions-League-Spiel am Stück, in dem Bellingham für den BVB in der Startelf auflief. Ob Lucien Favre, Edin Terzic oder jetzt Marco Rose: Bislang überzeugte der zentrale Mittelfeldspieler noch jeden Trainer von seinen Qualitäten. Schon in seinem zweiten BVB-Jahr vereint er exzellente Fähigkeiten in der Balleroberung mit Spielintelligenz im Umschaltspiel, guter Technik und zunehmend auch eigener Torgefahr.

Dass Bellingham das BVB-Spiel inzwischen prägt, statt einfach nur mit zu kicken, liegt auch an der etwas offensiveren Rolle, die er unter Rose im zentralen Mittelfeld spielt. In der vergangenen Saison kam Bellingham häufig in der Doppel-Sechs zum Einsatz. Nun ist er immer wieder in den Halbräumen der Dortmunder Mittelfeldraute daheim – mal links, mal rechts.

Auch in England steigt Bellinghams Stern weiter: Nach drei Kurzeinsätzen als Joker bei der EM stand er zuletzt in der WM-Quali erstmals in einem Pflichtspiel der Nationalmannschaft in der Startelf. Die englische Presse feierte seinen Auftritt in Istanbul überschwänglich ("Meisterleistung", "unglaubliche Entwicklung", "überragend"), und auch Ex-Liverpool-Ikone Jamie Carragher war auf Twitter sprachlos.

Bellingham will Rekord ausbauen

Da passt es gut ins Bild, dass Bellingham in den letzten Tagen mit einem Wechsel zu Liverpool in Verbindung gebracht wurde. Doch beim BVB steht er noch bis 2025 unter Vertrag – über eine Ausstiegsklausel ist nichts bekannt. Dortmunds Fans dürften also noch länger Spaß an Jude Bellingham haben.

Der hat ohnehin schon das nächste Ziel vor Augen. "Ich will derjenige sein, der zum ersten Mal drei Tore in Serie erzielt", sagte er nach seiner Show gegen Besiktas.

Martin Jahns

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