Wollen mit dem FC Sevilla in das Champions-League-Viertelfinale einziehen: J... - Bildquelle: Imago ImagesWollen mit dem FC Sevilla in das Champions-League-Viertelfinale einziehen: Jules Kounde (li.) und Ivan Rakitic © Imago Images

München - 0:2, 0:3, 1:2. Nur einen Treffer erzielt und sieben Gegentore kassiert, dazu noch das bittere Ausscheiden aus dem spanischen Pokal in der Verlängerung gegen den FC Barcelona.

Die Ergebnisse der vergangenen drei Begegnungen sowie die 2:3-Pleite aus dem Hinspiel lassen den FC Sevilla keinesfalls als Favoriten zum Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Borussia Dortmund reisen (9. März 2021, ab 21:00 Uhr im Liveticker auf ran.de).

Doch der BVB sollte tunlichst vermeiden, die Partie gegen die Andalusier auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn besonders auf europäischem Parkett sorgte die Mannschaft von Trainer Julen Lopetegui in den vergangenen Spielzeiten für Furore.

Von 2014 bis 2016 sicherte sich der Klub aus dem Süden Spaniens drei Jahre in Folge den Titel in der Europa League, 2019/20 folgte der vierte Triumph in nur sieben Jahren.

Jahr für Jahr schwerwiegende Abgänge

Zwar scheint das Titel-Abo der Spanier im zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerb mittlerweile schon fast selbstverständlich, doch das ist es keineswegs. Jahr für Jahr haben die Rot-Weißen schwerwiegende Abgänge zu kompensieren, vor der Saison 2020/21 kehrte in Ever Banega einer der Schlüsselspieler dem Klub den Rücken. Immer wieder sind die Andalusier dazu gezwungen, gestandene Spieler ziehen zu lassen und durch junge Talente zu ersetzen.

Dass in Sevilla trotzdem jede Saison ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine gestellt wird, hängt eng mit der Personalie von Ramon Rodriguez Verdejo, kurz Monchi, zusammen. Der Sportdirektor ist - ausgenommen von einer zweijährigen Unterbrechung - seit 2000 beim FC Sevilla im Amt und trug mit seinen cleveren Entscheidungen wesentlich dazu bei, den Verein innerhalb und außerhalb Spaniens zu etablieren.

In der Vergangenheit lotste Monchi unter anderem Sergio Ramos, Jesus Navas und Alvaro Negredo zum FC Sevilla, seine jüngsten Errungenschaften heißen Ivan Rakitic, Suso und Papu Gomez. Vor allem Suso und Rakitic gehören zu den Stützen des Teams, auch die Innenverteidiger Jules Kounde und Diego Carlos, Mittelfeldspieler Oliver Torres und Angreifer Youssef En-Neyri nehmen zentrale Rollen ein.

Trainer Lopetegui wichtiger Baustein des Erfolgs

Die möglicherweise aufsehenerregendste Neuverpflichtung der vergangenen Jahre nimmt aber Woche für Woche auf der Bank Platz. Die umstrittene Installierung des zuvor bei Real Madrid krachend gescheiterten Trainers Julen Lopetegui, der seit Juli 2019 die Mannschaft betreut, sollte sich im Nachhinein als ein cleverer Schachzug erweisen.

Denn allen Transfers neuer Spieler zum Trotz - Monchis Königstransfer der vergangenen Jahre ist und bleibt Lopetegui. "Wir haben den bestmöglichen Trainer. Ich bin einfach nur glücklich, ihn hier zu haben", stärkte der Sportdirektor seinem Coach während einer Ergebniskrise im November 2020 den Rücken.

Nur kurz darauf startete der aktuelle Tabellenvierte der spanischen Liga eine beeindruckende Serie und kassierte in 20 Partien lediglich eine Niederlage, überzeugte während der Zeit vor allem durch eine hohe defensive Stabilität.

 

Viertelfinaleinzug wäre die Krönung

Dieser Lauf von Sevilla wurde mittlerweile zwar gestoppt, die jüngsten Ergebnisse des BVB-Gegners dürften am Borsigplatz weder Angst noch Schrecken verbreiten. Gewappnet sind sie im Westen der Republik jedoch allemal. "Wir haben schon nach dem Spiel in Sevilla gesagt, dass wir zwei sehr gute Leistungen brauchen. Sevilla wird sicherlich ein anderes Gesicht zeigen wollen", gab Dortmund-Coach Edin Terzic auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Rückspiel Auskunft.

Neben Terzic erwartet auch Sevillas Keeper Tomas Vaclik ein anderes Auftreten seiner Mannschaft. "Dieses Team hat eine großartige Energie und wird alles dafür unternehmen, um zurück zu kommen", sagte der Tscheche nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Elche vor wenigen Tagen.

Zumal auch die Schwarz-Gelben in den vergangenen Partien nicht überzeugten - gegen den FC Bayern München kassierte man nach 2:0-Führung noch eine 2:4-Pleite, auch der 1:0-Sieg im DFB-Pokal über Borussia Mönchengladbach war alles andere als eine Machtdemonstration.

"Wir haben es nicht verdient zu verlieren. Jetzt müssen wir uns neu sortieren und wieder aufstehen", so Lopetegui nach der Hinspiel-Niederlage.

Dass sich sein Klub damit auf dem Transfermarkt bestens auskennt, steht außer Frage. Gegen Borussia Dortmund kann es der FC Sevilla auch auf dem Platz beweisen.

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