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München/Madrid - Toni Kroos hat sich nach seinem abgebrochenen Interview im "ZDF" nach dem gewonnen Champions-League-Finale mit Real Madrid nun zum ersten Mal ausführlich öffentlich geäußert.

In seinem Podcast "Einfach mal luppen" mit seinem Bruder Felix erklärte er seine Reaktion auf die Fragen von Reporter Nils Kaben.

"Empathielos": Kroos hat Fingerspitzengefühl vermisst

Vor allem monierte der fünffache Titelträger in der Königsklasse die für ihn persönlich fehlende Fähigkeit von "ZDF"-Reporter Nils Kaben, sich in den Moment hinein zu versetzen. "Mein Punkt ist mir wichtig: Es war ein wirklich emotionaler Moment, nachdem ich da mit Luka (Modric) die ganze Zeit auf dem Platz lag", erklärte der dreifache Familienvater.

"Dann hat der Kollege vom 'ZDF' die Chance ein Interview zu führen, was es gar nicht so oft von mir gibt, weil ich mir gesagt habe 'Du kannst jetzt laufen lassen'." Dabei spielte der Weltmeister auf seine stets rationalen Interviews an.

Und weiter: "Das dann mit solchen Fragen kaputt zu machen, indem man sagen will, dass es ja unverdient war und dass ich erklären muss, dass Liverpool ja eine gute Mannschaft ist und uns in Bedrängnis bringen kann, was völlig klar ist, das habe ich als völlig empathielos wahrgenommen."

Fehlende Kritikfähigkeit wollte sich der 106-fache Nationalspieler nicht anhängen lassen: "Ich bin der letzte, der nicht kritische Fragen beantwortet und ich erwarte auch nicht, dass ich gefeiert werde, aber ich fand die Herangehensweise in diesem speziellen Moment viel zu wenig empathisch, das ist in dem emotionalen Moment bei mir nicht gut angekommen", erklärte Kroos.

Felix pflichtet bei - und will das Thema begraben

Zustimmung gab es auch von seinem Bruder und Co-Host Felix Kroos, jedoch auch etwas Verständnis für den Reporter Kaben: "Du hättest das sicherlich auch charmanter mitteilen können, dass seine Fragen schlecht waren, aber drei Minuten nach dem Abpfiff völlig verständlich, dass du emotionsgeladen bist."

"Wir haben alle schon mal schlechte Leistungen gebracht und damit sollten wir es gut sein lassen", ergänzte der Jüngere der Gebrüder Kroos.

Ursprünglich, so Toni, sollte das Interview gar kein Thema im Podcast sein. Doch das "Spiegel"-Interview von Kaben brachte ein Umdenken herbei: "Wir haben auch diskutiert, ob wir das einfach weglassen wollen. Aber als ich dann gesehen habe, dass er (Kaben) gleich der Erste ist, der sich dazu äußert, haben wir die Idee dann schnell verworfen."

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