Union Berlin gewinnt mit 3:1 beim SC Freiburg - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDUnion Berlin gewinnt mit 3:1 beim SC Freiburg © PIXATHLONPIXATHLONSID

Freiburg - Union Berlin hat die Bundesliga-Überflieger des SC Freiburg gestoppt und mit dem Einzug in das Pokal-Achtelfinale Selbstvertrauen für das brisante Stadtderby getankt. Vier Tage vor dem Duell mit Hertha BSC gewannen die Eisernen beim Tabellendritten mit 3:1 (1:1), der Schlüssel zum Erfolg war die eiskalte Chancenverwertung.

Joshua Mees (36.) köpfte die Gäste in einer lange Zeit ereignisarmen Begegnung in Führung, kurz vor dem Seitenwechsel glich Neu-Nationalspieler Robin Koch (45.+2) aber wieder aus. Die entscheidenden Treffer erzielten dann Robert Andrich (87.) und Christian Gentner (90.+2).

Spiel der Gegensätze

Das Duell vor 24.000 Zuschauern war auch ein Spiel der Gegensätze - zumindest was die derzeitige Form in der Liga betrifft. Die Freiburger hatten seit dem 31. August lediglich ein Spiel verloren, das aber ausgerechnet bei Union (0:2). Im selben Zeitraum hatten die Berliner in genau dieser Partie vor zwei Wochen ihrerseits die einzigen Punkte geholt.

Der vermeintlichen Favoritenrolle wurden die Gastgeber aber nur selten gerecht. Zwar setzte Verteidiger Nico Schlotterbeck den Ball per Kopf an den Außenpfosten (9.) und Torjäger Nils Petersen knapp daneben (20.), beide Aktionen resultierten allerdings aus Standardsituationen. Um gegen eine tiefstehende und clever agierende Union-Defensive Chancen zu kreieren, fehlte dem Sport-Club das Tempo.

Das missfiel auch Freiburgs Trainer Christian Streich, der an der Seitenlinie phasenweise entweder wie ein Rohrspatz schimpfte oder wegen der vielen Querpässe sarkastisch lächelte. Als Freiburg besser ins Spiel kam, sorgte Andrich (33.) mit einem Distanzschuss erst für Gefahr und Mees etwas später für die Führung. Dank Koch durfte aber auch Freiburg noch jubeln.

Vielleicht kam der SC auch deshalb mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine. Die Angriffe wurden in den ersten Minuten jedenfalls viel zielstrebiger vorgetragen, von den Außenbahnen flog eine Flanke nach der anderen in den Strafraum. Nach einer knappen Stunde war der "Sturmlauf" aber auch schon wieder beendet.

Streich aber ahnte, dass seine Mannschaft nun die Entscheidung erzwingen könnte. Er nahm den schwachen Roland Sallai vom Platz und brachte mit Lucas Höler eine zweite, echte Spitze. Mehr Durchschlagskraft verschaffte die Einwechslung allerdings nicht.

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