Der VfL Osnabrück spielte zuletzt in der 3. Liga gegen die zweite Mannschaft... - Bildquelle: IMAGO/Beautiful SportsDer VfL Osnabrück spielte zuletzt in der 3. Liga gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg © IMAGO/Beautiful Sports

München - Einen Tag vor dem DFB-Pokalfinale 2022 zwischen dem SC Freiburg und RB Leipzig (Samstag, 21. Mai, ab 20 Uhr im Liveticker) sorgt der Drittligist VfL Osnabrück mit einem offenen Brief für Aufsehen.

Darin positioniert sich die Vereinsführung des VfL klar gegen RB Leipzig, wünscht sich einen Freiburger Sieg im Endspiel des DFB-Pokals. "Morgen steht das Pokalfinale an: Der SC Freiburg trifft im Berliner Olympiastadion auf Rasenballsport Leipzig. Wir als VfL Osnabrück schauen gespannt, aber auch wehmütig nach Berlin und drücken dem Verein SC Freiburg die Daumen und hoffen, dass sie als DFB-Pokalsieger vom Feld gehen", so die Verantwortlichen. 

Zwar habe man Respekt vor dem sportlichen Weg, den RB Leipzig in den zurückliegenden Jahren hingelegt habe, aber "Rasenballsport konnte diesen Weg gehen, weil das Konstrukt mit viel Geld des Konzerns 'Red Bull' alimentiert wurde", heißt es im offenen Brief, in dem auch zur Diskussion um den sogenannten Begegnungsschal der beiden Finalisten Stellung genommen wird.. 

Osnabrücker Vorwurf: Nicht der Sport, sondern die Marke 'Red Bull' im Fokus

"Man kann (sollte und muss) stets kritisch hinterfragen, ob solche Schals anlässlich solcher Spiele überhaupt angebracht sind. Ein Begegnungsschal mit Rasenballsport hat hier aber eine ganz andere Dimension und die klare Haltung, die der SC Freiburg im Vorfeld des Finals in dieser Frage an den Tag gelegt hat, verdient großen Respekt. Und verdient aus unserer Sicht viel mehr Respekt, als den, den die Leipziger für sich immer wieder medial und lautstark einfordern, dabei aber meist verkennen (oder negieren), worum es bei der Kritik am 'Konstrukt Rasenballsport' eigentlich geht", argumentieren die Verantwortlichen aus Osnabrück weiter.  

Aus ihrer Einschätzung zur Vereinsgründung von RB Leipzig machen die Osnabrück-Bosse ebenfalls keinen Hehl: "Anders als andere Vereine stand nicht die Förderung des Miteinanders und des Sports im Fokus, war nicht Gemeinnützigkeit Gründungsgedanke und waren nicht die Werte des Sports Pate für die Entwicklung – sondern die Förderung der Marke 'Red Bull' und der Werte der Marke 'Red Bull'. Der Fußball war Instrument und Mittel, nicht umgekehrt waren externe Geldgeber Mittel zur Entwicklung des Fußballklubs."

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