- Bildquelle: SG Sonnenhof Grossaspach/facebook © SG Sonnenhof Grossaspach/facebook

München - Anfang Dezember kam es bei 1860 München zum großen Knall: Trainer Michael Köllner verzichtet bis zur Winterpause der 3. Liga auf Kult-Stürmer Sascha Mölders. Mittlerweile wurde der Vertrag aufgelöst und erste Gerüchte um einen potenziellen Arbeitgeber in der Zukunft machen die Runde.

Seitdem ist rund um die Causa Mölders eine Menge passiert. ran fasst die Geschehnisse zusammen.

+++ 7. Januar: Mölders wechselt in die Regionalliga zu Sonnenhof Großaspach +++

Nach seiner Vertragsauflösung bei 1860 München hat Sascha Mölders nun einen neuen Arbeitgeber gefunden. Der 36 Jahre alte Stürmer wechselt zum früheren Drittligisten Sonnenhof Großaspach in die Regionalliga Südwest. 

Mölders unterschrieb in Großaspach als spielender Co-Trainer des ebenfalls verpflichteten Coaches Hans-Jürgen Boysen. "Ich bin nach wie vor als Spieler top motiviert und möchte der SG natürlich direkt auf dem Platz weiterhelfen. Gleichzeitig möchte ich aber auch abseits des Platzes in einer verantwortlichen Rolle als Trainer weiter wachsen und kann hier von Hans-Jürgen lernen - daher freue ich mich auch riesig auf die Aufgabe hier beim Dorfklub. Bekanntlich bin ich kein Mann der großen Worte, sondern lasse lieber Taten folgen. Daher gilt es jetzt zusammen anzupacken, in der Vorbereitung hart zu ackern und alles zu geben für das Ziel Klassenerhalt", sagte Mölders über seinen Wechsel in der Presseerklärung des Klubs. 

Tore von Mölders benötigt Großaspach ganz dringend, der frühere Drittligist liegt nach 22 Begegnungen mit 20 Punkten nur auf Rang 18 und schwebt damit in akuter Abstiegsgefahr. 

+++ 27. Dezember: Kaiserslautern-Trainer Marco Antwerpen dementiert Interesse an Mölders +++

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll der 1. FC Kaiserslautern ein Auge auf den aktuell vereinslosen Sascha Mölders geworfen haben. Demnach ist der 36-Jährige der Angreifer, der die "Roten Teufel" zurück in das deutsche Unterhaus schießen soll.

Gegenüber "Sport1" dementierte FCK-Trainer Marco Antwerpen das Gerücht allerdings und verwies es ins Reich der Fabeln. "Da ist nichts dran. Wir beobachten den Markt, aber Mölders ist definitiv nicht in unserem Blickfeld", wird der 50-Jährige zitiert. Derzeit steht der Traditionsklub auf Rang sechs der 3. Liga, der Abstand auf Platz zwei beträgt lediglich drei Zähler.

+++ 19. Dezember: Mölders und 1860 einigen sich auf Vertragsauflösung +++

Der Zwist zwischen Stürmer Sascha Mölders und dem TSV 1860 ist gelöst.

Wie die Löwen am Sonntag bekannt gaben, einigten sich Spieler und Klub auf eine sofortige Vertragsauflösung. "Ich habe seit 2016 bei den Löwen viel erlebt. Den Abstieg bis in die Regionalliga und genauso den sofortigen Wiederaufstieg in die dritte Liga. Ich bin stolz, dass ich Kapitän dieses Teams sein durfte und blicke gerne auf viele schöne Erlebnisse zurück. Ich werde der Mannschaft immer die Daumen drücken und hoffe, dass der Verein seine Ziele erreichen kann. Danke an alle Fans, die immer zu mir gehalten haben", wird Mölders in der Klub-Mitteilung zitiert.

Geschäftsführer Günther Gorenzel sagte: "Auch wenn ein Kapitel seiner Karriere zu Ende geht, kann Sascha Mölders auf viele Jahre zurückblicken, in denen er Großes geleistet hat. Die gesamte Löwen-Familie dankt Sascha Mölders dafür und wünscht ihm und seiner Familie alles Gute und das Beste für die Zukunft."

+++ 11. Dezember: Werner Lorants klare Kante gegen Mölders +++

Werner Lorant ist der frühere Erfolgstrainer von 1860 München. Lorant ist Kult. Und der 73-Jährige ist vor allem für seine offenen Worte bekannt. Klar, dass der knorrige Ex-Coach auch zur Causa Sascha Mölders eine Meinung hat. Mit der hält er bei dem Fan-Portal "dieblaue24" auch nicht hinter dem Berg. 

"Wer ist Mölders überhaupt? Der hätte zu meiner Zeit nur die Bälle schleppen dürfen", rumpelte Lorant. "Wir hatten in unserer zweiten Mannschaft bessere Spieler. Und dem Mölders lauf sogar ich noch davon - aber ich bin etwas über 70. Deswegen sage ich ganz klar: Nicht nur Mölders hat versagt, sondern auch die sportliche Leitung." 

Deshalb bekommt die natürlich auch ihr Fett weg. Trainer Michael Köllner sei für die Fitness verantwortlich, und er mache es sich zu einfach, so Lorant. "Er hat einmal gesagt, dass man einen Mölders nicht mehr ändern kann. Falsch! Wenn Mölders nicht mehr laufen will, dann schick ich ihn an die Isar und da läuft er solange, bis er kotzt. Ich hätte Mölders den Kopf gewaschen." Das Problem mit Mölders sei für ihn hausgemacht, so Lorant, der rhetorisch fragt: "Glauben Sie, dass ich jemals einen Spieler eingesetzt hätte, der mit einer Wampe ankommt und das auch noch mit Merchandising-Produkten feiert?"

Auch bei Lorant genossen ältere Spieler wie Peter Pacult oder Gerald Vanenburg Freräume, durften mal einen Lauf auslassen oder später ins Training einsteigen, "aber die waren Vorbilder und haben immer geliefert", so Lorant: "Wir hatten einen Deal - aber das hat funktioniert. Er war sich seiner Rolle bewusst. Mölders ist sich das nicht. Es reicht nicht, mit den Armen zu fuchteln und wie ein Tanzbär aufzutreten. Mölders hat sich als Extrawurst gefühlt - ich frage mich: Warum? Hat Mölders überhaupt jemals Bundesliga gespielt?"

+++ 10. Dezember: Wechselt Mölders zu Türkgücü München? +++

Nach seinem Aus bei 1860 München könnte Sascha Mölders laut "Abendzeitung" innerhalb Münchens und auch innerhalb der 3. Liga wechseln. Demnach soll ein Transfer im Januar zu Türkgücü München im Raum stehen. Derzeit verhandelt der Stürmer die Konditionen seiner Vertragsauflösung mit den "Löwen", nach ersten Gesprächen sollen die Parteien aber noch weit auseinander liegen. 

Bereits 2020 wollte Türkgücü dem Bericht nach Mölders unter Vertrag nehmen, seitdem stehen der bisherige 1860-Torjäger, dessen Berater und auch Türkgücü immer noch in Kontakt. 

Angesichts der Vorgeschichte rund um Mölders und Türkgücü käme ein Wechsel zum Drittligisten dennoch etwas überraschend. Denn noch vor Monaten polterte Mölders nach einem Drittliga-Spiel gegen Türkgücü gegen den Stadt- und Drittliga-Rivalen. "Der Sportskamerad Kothny (Türkgücü-Geschäftsführer, Anm. d. Red.) hat gesagt, Türkgücü möchte 1860 München in München ablösen. Da kann ich nur eine Sache dazu sagen: Wenn 1860 München eines Tages mal in der Kreisliga C spielen sollte, mit dieser Wucht, die der Verein hat, dieser Fanbase und allem, was drumherum ist - auch dann ist es unmöglich, dass Sechzig in München von irgendwem abgelöst wird", sagte Mölders dem "Bayerischen Rundfunk". 

Laut dem 1860-Fan-Portal "dieblaue24" sei am Gerücht um einen Mölders-Wechsel zu Türkgücü aber ohnehin nichts dran.

+++ 10. Dezember: Trainer Köllner nennt die Gründe für das Aus von Mölders +++

Michael Köllner, der Trainer von 1860 München, hat sich erstmals zu dem Aus von Sascha Mölders geäußert: "Ich war mit Saschas Spiel- und Trainingsleistung am Ende nicht mehr zufrieden. Der Unterschied von der letzten zu dieser Saison war einfach zu groß."

Zudem sei der Routinier laut Köllner nicht dazu bereit gewesen, sich als Reservist zur Verfügung zu stellen: "Das Verständnis, dass Sascha sich in einer anderen Rolle als Ein- oder Auswechselspieler sieht, war nicht gegeben."

+++ 8. Dezember: Angeblich interne Verwerfungen +++

Es werden weitere Details zur Causa Mölders veröffentlicht. Wie die Abendzeitung berichtet, soll Trainer Michael Köllner von Beginn an Probleme mit Mölders’ Umgangston – laut Bericht Beleidigungen und Drohungen – gehabt haben. Ein gemeinsam entwickelter Verhaltenskodex hat Mölders aber offenbar nicht groß interessiert. Ebenso wenig wie die Taktik des Trainers, die der Stürmer schon mal eigenmächtig geändert haben soll.

Hart sind auch die Vorwürfe aus der Kabine. Da soll es "tiefe Verwerfungen" geben, Mölders soll mit jungen Spielern "mehr als übel umgegangen sein", heißt es in dem Bericht.

+++ 8. Dezember: Verhandlung über Vertragsauflösung? +++

Beim TSV 1860 München kehrt einfach keine Ruhe ein. Erst erklärt Kultstürmer Sascha Mölders, der Verein hätte ihn suspendiert. Kurz darauf dementiert Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel eben dieses. Löwen-Trainer Michael Köllner plane lediglich die nächsten beiden Spiele ohne den 36-Jährigen. 

Doch hinter den Kulissen rumort es gewaltig. Offenbar verhandeln Mölders und Sechzig bereits über eine Vertragsauflösung, das berichtet das Online-Portal "dieblaue24". Demnach hätten sich in einer mannschaftsinternen Abstimmung 27 Spieler gegen Mölders ausgesprochen, lediglich drei Kollegen stellten sich hinter ihren Kapitän.

Laut Bericht ziehen sich die Verhandlungen um eine Vertragsauflösung noch, da Mölders Vertrag noch bis zum Sommer 2022 läuft und der Stürmer wohl nicht bereit ist, auf das Gehalt zu verzichten. 

+++ 7. Dezember: Die Gründe für das Mölders-Aus +++

Wem es in den letzten Monaten an der Grünwalder Straße zu ruhig war, dürfte jetzt erleichtert aufatmen: Der TSV 1860 ist weiterhin der TSV 1860. Denn das Aus von Sascha Mölders kommt aus dem Nichts. ran beleuchtet die Gründe für den Knall.

+++ 6. Dezember: Einladung von Kevin Großkreutz +++

Die Nachricht von dem vorläufigen Aus bei 1860 München macht im deutschen Fußball die Runde. Kevin Großkreutz lädt seinen Kumpel nach dem Ärger bei den "Löwen" in die 5. Liga ein.

+++ 6. Dezember: Sascha Mölders: Trennungs-Verkündung via Instagram +++

Sascha Mölders verkündet via Instagram, dass er von 1860 suspendiert wurde. In einem emotionalen Post richtete sich der Sportler an seine Anhänger. "Liebe Löwenfans, heute war ich am Trainingsgelände und mir wurde mitgeteilt, dass ich nicht mehr zum Training erscheinen beziehungsweise individuell trainieren soll, weil der Trainer es so wünscht. Als Kapitän wünsche ich der Mannschaft nur das Beste. Ich bin schockiert", sagt Mölders.

Auch der Verein nimmt wenig später auf seiner Homepage Stellung und erklärt: "Aus einer fortlaufenden Analyse der Entwicklung der vergangenen Wochen hat die sportliche Leitung in Abstimmung mit beiden Gesellschaftern entschieden, dass Sascha Mölders bis auf Weiteres nicht im Kader des TSV 1860 München stehen wird."

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