Vier Scorer gegen Leicester City: Arsenal-Neuzugang Gabriel Jesus. - Bildquelle: imagoVier Scorer gegen Leicester City: Arsenal-Neuzugang Gabriel Jesus. © imago

München - Erling Haaland, Darwin Nunez und Cristiano Ronaldo. Über alle drei dieser Top-Stürmer wird in der Premier League zurzeit viel berichtet und diskutiert. Im Schatten dieses Wirbels sorgt ein anderer jedoch mächtig für Furore.

Endlich! Will man fast schon sagen, denn Gabriel Jesus scheint nach all den Jahren in England endlich seinen Platz gefunden zu haben.

Die Vorbereitung war schon so etwas wie der Teaser auf das, was nun auch in den Pflichtspielen zu sehen ist. Da erzielte der Neuzugang vom FC Arsenal in den Testspielen sieben Tore. Nun haben die "Gunners" am zweiten Spieltag gegen Leicester City den zweiten Sieg in der Liga eingefahren und Jesus trug sich beim 4:2-Heimerfolg gleich doppelt in die Torschützenliste ein.

Jesus trotz vier Scorerpunkte enttäuscht

Doch damit nicht genug: Der Brasilianer legte sogar noch die beiden anderen Tore von Granit Xhaka und Gabriel Martinelli auf. Beim Saisonauftakt gegen Crystal Palace ging Jesus trotz des 2:0-Sieges leer aus - nun zeigte der 25-Jährige, zu was er fähig sein kann.

Doch trotz seiner Gala-Vorstellung war Jesus offenbar nicht zufrieden, wie Arsenal-Coach Mikel Arteta nach dem 4:2 über die "Foxes" erklärte: "In der Kabine war er enttäuscht, weil er meinte, er hätte auch vier Tore schießen können."

Doch genau diese Einstellung fordert der Trainer von seinem neuen Schützling auch ein. "Wenn man auf ein anderes Niveau kommen will, braucht man genau diese Mentalität", betonte Arteta.

Jesus bei City mit Höhen und Tiefen

Jesus ist das Gesicht der neuen "Gunners". Eine junge, hungrige Truppe, die unter Arteta endlich wieder den Fußball spielt, den man in London so lange vermisst hat. Und Jesus? Er ist seit seinem Wechsel von Manchester City endlich der Zielspieler, der er sein kann.

Bei den "Skyblues" war der Mittelstürmer stets eine von vielen Optionen, die Pep Guardiola zur Verfügung hatte. Das Problem: Es waren zu viele hochkarätige Optionen - zu viel Konkurrenz für den Brasilianer.

Auch wenn Jesus in Manchester auf seine Spielzeit kam, wird er bei Arsenal eine weitaus zentralere Rolle einnehmen - das lässt sich nach den paar Wochen bereits sagen. Denn statt als Falsche Neun oder auf dem Flügel aufzulaufen, wie es in Manchester oftmals der Fall war, kommt Jesus unter Arteta als klare Spitze zum Einsatz.

Arteta: "Das macht keinen Spaß"

Dort kommen auch die Stärken des 25-Jährigen zum Vorschein. "Er ist so beweglich, so intuitiv, immer scharf und proaktiv, um in jedem Moment und jeder Phase des Spiels der Mannschaft zu helfen. Er ist eine echte Gefahr und wird das Niveau des Teams anheben", schwärmte Arteta und räumte ein: "Ich würde nicht gerne gegen ihn spielen. Ich war zwar nie Verteidiger, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Spaß macht."

Dass der brasilianische Nationalspieler bei Arsenal spielen muss, ist aufgrund der Ablöse allerdings auch klar. Schließlich haben die Londoner 52,2 Millionen Euro an City überwiesen, um sich Jesus' Dienste zu sichern. Zumindest kurzfristig hat sich dieses Investment bereits ausgezahlt. Auch die "Citizens" haben vom Deal profitiert und mit Jesus gut 20 Millionen Euro Gewinn gemacht.

Junge, wilde "Gunners"

Im Januar 2017 kam der Mann aus Sao Paulo für 32 Millionen Euro von Palmeiras auf die Insel. Im Trikot der "Skyblues" erzielte Jesus in 236 Spielen 95 Tore und legte 46 Treffer auf. Vier Meisterschaften feierte der Brasilianer zusammen mit Manchester - nun beginnt für ihn ein neues Kapitel in London.

Denn so schön auch die Erfolge in Manchester waren, so hatte man stets das Gefühl, dass Jesus nie wirklich seinen Platz im Team gefunden hat und unter Guardiola so richtig glücklich war.

Der Tapetenwechsel war überfällig. Das wusste er, das wusste Pep Guardiola und das wusste offensichtlich auch der FC Arsenal. Zusammen mit Spielern wie Martinelli, Bukayo Saka, Martin Odegaard, Eddie Nketiah oder Emile Smith Rowe könnte der 25-Jährige für die Wiederauferstehung des einstigen Top-Klubs sorgen.

Und damit einher geht auch irgendwie die Wiederauferstehung des Gabriel Jesus, der nach über fünf Jahren in der Premier League nun endlich so richtig ankommen möchte.

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