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München/Liverpool - Eines ist schon jetzt absehbar: die Sommertransfers des FC Bayern München werden mit Argusaugen betrachtet und seziert. Da stünde dem Rekordmeister und seinem Sportvorstand Hasan Salihamidzic ein Spieler vom Format eines Sadio Mane gewiss gut zu Gesicht.

Die aktuellen Gerüchte über ein Werben um einen der prägenden Liverpool-Profis der letzten Jahre haben deshalb womöglich mehr Substanz als es auf den ersten Blick scheinen mag. Indizien für die von "Sky" veröffentlichten Spekulationen sind die denkbaren personellen Rochaden in Bayerns Angriff ebenso wie die Ausrichtung der Offensive des Teams von Manager Jürgen Klopp.

Öffentliche Signalwirkung würde erzeugt werden

Die Münchner werden wissen, dass sie mittels eines aufsehenerregenden Deals nötige öffentliche Signalwirkung erzeugen würden. Zudem wäre ein Zusammenhang zu den weiterhin stockenden Vertragsverhandlungen mit Robert Lewandowski und Serge Gnabry zu sehen. Aber warum sollte Liverpool überhaupt darüber nachdenken, den Senegalesen abzugeben?

Der Champions-League-Finalist, der am Dienstagabend (10. Mai) bei Aston Villa und Anfield-Legende Steven Gerrard (21:00 Uhr) seine Chance auf die Meisterschaft in der Premier League erhalten möchte, steckt aktuell in Gesprächen mit Mohamed Salah über eine Ausdehnung der Zusammenarbeit. Salah, daran gibt es kaum Zweifel, ist die Nummer eins im Angriff und ein neuer Deal mit ihm genießt daher offenkundig Priorität. Zudem dürfte eine Einigung mit dem "Egyptian King" richtig kostspielig werden.

Manes Vertrag endet im Sommer 2023

Mane soll von dieser Vertragshierarchie wenig begeistert sein, weil er wohl ebenfalls gerne diese Art Wertschätzung erwarten würde. Unter den Fans gibt es solche, die das ähnlich sehen und bereits in Aufruhr sind wegen der Gerüchte um einen Transfer, berichtete die "Daily Mail". Doch könnte ausgerechnet Manes Zukunft an der Anfield Road einer schlichten Rechenaufgabe zum Opfer fallen. Genug Geld für Salah ist gleich nicht genug für Mane.

In dem Fall hätte Liverpool an einem Transfer im Sommer womöglich sogar legitimes Interesse, bevor Mane am Ende seines laufenden Vertrages im Sommer 2023 ablösefrei ginge. Auch Salahs Kontrakt endet in gut einem Jahr. Die Situation gleicht damit in etwa der, die die Bayern mit Lewandowski und Gnabry beschäftigt.

Und was Klopp die Verabschiedung des Weltklasseangreifers Mane, den er selbst 2016 nach Liverpool lotste, erleichtern würde: Er hätte die Quasi-Nachfolger schon im Kader, die auch keine Abkehr vom aktuell so gewinnbringenden Spielstil nötig machen würde.

Ersatz steht schon im Kader der Reds

Der Portugiese Diogo Jota spielt bereits seit 2020 bei den Reds und im letzten Winter kam der spektakuläre Kolumbianer Luis Diaz vom FC Porto. Dazu gibt es - nicht zu vergessen - das 19 Jahre alte Top-Talent Harvey Elliott, der kommende Saison erstmals vollwertiges Kadermitglied sein könnte und Stoßstürmer Divock Origi, der sich schon oft als wertvolle Option von der Bank erwiesen hat.

Falls Mane unter diesen Umständen tatsächlich auf den Markt kommt, wäre das Bayern-Interesse nur logisch, obwohl der 86-malige Nationalspieler bereits 30 Jahre alt ist. Spieler dieses Kalibers braucht der FC Bayern, um in Europa den Anschluss etwa zum FC Liverpool nicht zu verlieren.

Um die Story noch etwas anzuheizen, tauchten neuerliche Spekulationen um Mane auf. Die spanische "El Mundo Deportivo" bringt ihn mit dem FC Barcelona in Verbindung. Jürgen Klopp muss das alles nicht in zu große Sorge versetzen, er hat bereits vorgesorgt.

Und vielleicht ist die Lösung ja ein Tausch: Mane für Gnabry. Das hätte auch was - und beide haben auch noch dieselbe Berateragentur.

Ruben Stark

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