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München - Knapp drei Monate ist es nun her, dass Cristiano Ronaldo jedem Fußball-Romantiker auf dieser Welt den Gefallen tat und zurück zu dem Klub kam, der ihn groß machte. Drei Monate in denen sich bei Manchester United eine Menge getan hat. Einzige Konstante: Cristiano Ronaldo. Der Portugiese macht weiterhin das, was er am besten kann. Tore erzielen.

Von der anfänglichen Euphorie ist nur noch wenig zu spüren. Trainer Ole Gunnar Solskjaer wurde mittlerweile entlassen. Wer sein Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt. In der Premier League liegen die "Red Devils", mit schon sechs Punkten Rückstand auf die Champions League Plätze, auf dem 8. Platz. Apropos Champions League. Dort steht der englische Rekordmeister bereits sicher im Achtelfinale.

Manchester United: Ohne Ronaldo nix los

Und das ist der Verdienst von - natürlich - Cristiano Ronaldo. Ohne den 36-Jährigen wäre Manchester vermutlich schon längst ausgeschieden. Warum? Der Superstar ist DIE Lebensversicherung des Teams. In der Königsklasse erzielte er in dieser Saison in fünf Spielen sechs Treffer. Wie wichtig diese waren, zeigt ein genauerer Blick auf seine Tore.

Beim Hinspiel gegen den FC Villarreal erzielte er in der fünften Minute der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer, im Hinspiel gegen Atalanta Bergamo gelang ihm in der 81. Minute das entscheidende 3:2. Im Rückspiel gegen die Italiener war es ebenfalls "CR7", der mit einem Doppelpack noch ein Unentschieden für seine Mannschaft rettete. Das 2:2 erzielte er in der 91. Minute. Und auch gegen die Young Boys Bern war es Ronaldo, der in einem schwachen Spiel mit seinem Tor zum 1:0 für glückliche Gesichter sorgte. 

Cristiano Ronaldo als "Feuerlöscher und Scharfrichter"

Ohne den fünfmaligen Weltfußballer wäre die Stimmung in Manchester noch schlechter, als sie es sowieso schon ist. Zu unkreativ zeigt sich das Mittelfeld um Stars wie Paul Pogba, Bruno Fernandes oder Jadon Sancho. Immerhin konnte der Ex-Dortmunder gegen Bern sein erstes Tor im Dress von Manchester feiern. Die spanische "AS" fasste Ronaldos Rolle bei den "Red Devils" mit den Worten "Feuerlöscher und Scharfrichter" zusammen.

Über seinen Instagram-Account ließ Ronaldo kämpferische Worte folgen: "Es ist immer großartig in Spanien zu spielen, es ist unglaublich in Spanien zu gewinnen. In einem Land, in dem ich mich immer besonders gefühlt habe. Glückwunsch an die Jungs zu einem großartigen Sieg, der uns dorthin bringt, wo wir hingehören! Wir sind Manchester United und wir werden nie aufhören, für diesen Klub zu kämpfen! Auf geht's, ihr Teufel!"

Die spanische Sportzeitung "Marca" schrieb nach dem Spiel gegen Bern: "Mit dem Alter hat Cristiano an Ausdauer und Beweglichkeit verloren, aber nicht an Kraft und Effizienz." 

Viele offene Fragen werden in den nächsten Wochen und Monaten beantwortet werden. Kann ein neuer Trainer die Wende in der Liga bringen? Wie präsentiert sich die Mannschaft in der K.o.-Runde der Champions League. Und kann Cristiano Ronaldo sein Team weiterhin in regelmäßigen Abständen retten?

In der Liga sollte Manchster zum Ende der Saison einen Champions-League-Platz belegen. Andernfalls dürfte sich Portugiese nach nur einem Jahr "zuhause", womöglich schon wieder verabschieden. Denn auch mit 36 wird sich Ronaldo nicht ohne die Königsklasse, "seinem" Wettbewerb, zufrieden geben.

Philipp Schmalz

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