Lionel Messi ist offizieller Botschafter für den Tourismus in Saudi-Arabien - Bildquelle: twitter@SaudiTourismLionel Messi ist offizieller Botschafter für den Tourismus in Saudi-Arabien © twitter@SaudiTourism

München - Superstar Lionel Messi hat sich auf einen äußerst diskutablen Werbedeal eingelassen. Der 34-jährige Argentinier fungiert als Botschafter für den Tourismus in Saudi-Arabien. 

"Wir begrüßen Lionel Messi und seine Freunde in Jeddah, um das historische Erbe der Stadt und die Schönheit des Roten Meeres zu genießen", schrieb die saudi-arabische Tourismus-Behörde in einem Twitter-Post in dieser Woche. 

Menschenrechts-Organisation mit offenem Brief an Messi

Natürlich gab es nach der Verkündung des Deals Kritik an Messi, schließlich macht der Angreifer vom Paris St. Germain nun Werbung für ein Land, in dem Menschenrechte oder Gleichberechtigung nicht geachtet werden.

Bereits im Februar, als bekannt wurde, dass Messi von Saudi-Arabien kontaktiert wurde, schlugen Menschenrechtsorganisationen Alarm. "Das Saudi-Regime will Sie benutzen, um seinen Ruf aufzupolieren. Politische Gefangene werden dort in rauen Mengen gefoltert, sexuell missbraucht und oft monatelang in Einzelhaft gehalten", hieß es in einem offenen Brief der Organisation "Grant Liberty" an Messi.

"Frauenrechtlern, Demokratieverfechtern, Homosexuellen und jedem, der das Regime hinterfragt, drohen lange Haftstrafen bis hin zur Todesstrafe. Wenn Sie Ja zu 'VisitSaudi' sagen, sagen Sie Ja zu all den Menschenrechtsverletzungen, die zurzeit in Saudi-Arabien stattfinden. Wenn Sie Nein sagen, senden Sie eine mächtige Botschaft, dass Menschenrechte wichtig sind, dass Mord und Folter nicht ungestraft bleiben", hieß es weiter. 

Trotz Millionen-Angebots: Cristiano Ronaldo sagte Saudi-Arabien ab

Dennoch ging der Argentinier nun diesen Werbedeal ein, für den er zunächst offenbar nur die zweite Wahl war. Medienberichten zufolge wollte die Saudis eigentlich Cristiano Ronaldo als Tourismus-Botschafter für sich gewinnen. 

Trotz eines Angebots über 5,7 Millionen Euro sagte der Superstar von Manchester United aber ab. So kam Messi überhaupt erst zum Zug - und ignorierte jede Kritik.

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