Gianluigi Donnarumma (l.) und Sergio Ramos (r.) sind neu bei PSG. Ob Kylian ... - Bildquelle: imagoGianluigi Donnarumma (l.) und Sergio Ramos (r.) sind neu bei PSG. Ob Kylian Mbappe (m.) daher bleibt? © imago

München - 76 Millionen Euro hat Paris Saint-Germain in diesem Sommer bereits auf dem Transfermarkt ausgegeben.

60 Millionen Euro für Rechtsverteidiger Achraf Hakimi, weitere 16 Millionen Euro gingen für die Verpflichtung von Mittelfeldspieler Danilo Pereira drauf. Noch Aufsehen erregender waren die drei ablösefreien Deals des Hauptstadt-Klubs. Georginio Wijnaldum (FC Liverpool), Sergio Ramos (Real Madrid) und Gianluigi Donnarumma (AC Mailand) kamen zum Null-Tarif nach Frankreich.

Früher als fast alle anderen europäischen Topklubs hat PSG-Coach Mauricio Pochettino seinen Kader, zumindest auf dem Papier, beisammen.

PSG startet nächsten Angriff auf CL-Titel

Dass der finanziell gut ausgestattete Klub dabei so sehr auf ablösefreie Transfers setzt, schien vor zwei Jahren noch undenkbar. Aber die Auswirkungen der Corona-Pandemie gehen scheinbar auch an PSG nicht komplett spurlos vorbei.

Doch abseits der finanziellen Auffälligkeiten lassen die Pariser mit diesen Verpflichtungen vor allem im Kampf um die Champions League die Muskeln spielen – mal wieder. Dem "Henkelpott" laufen sie in Paris ja seit Jahren erfolglos hinterher. Am nächsten dran waren Neymar, Kylian Mbappe und Co. im Sommer 2020, als sie im Finale von Lissabon dem FC Bayern denkbar knapp 0:1 unterlagen. In der vergangenen Saison war im Halbfinale gegen Manchester City Schluss.

Aber nun wird bei PSG erneut alles auf Angriff in Richtung Champions-League-Titel ausgerichtet. Bislang lag der Fokus vor allem auf der Defensive, die im Saisonendspurt des vergangenen Jahres teilweise sehr unerfahren daherkam.

Sorge um Mbappe-Abgang

Komplett ausbalanciert ist der Kader aber natürlich noch nicht. Gleich acht Torhüter hat Paris derzeit unter Vertrag, dort dürfte sich auf der Abgangsseite also noch einiges tun. Doch das größte Sorgenkind in Sachen Transfers ist Kylian Mbappe. Der junge Franzose wird in den vergangenen Wochen relativ häufig mit Real Madrid in Verbindung gebracht.

PSG hingegen versucht alles, um den Superstar eine Verlängerung schmackhaft zu machen. Ein Blatt schrieb neulich, dass Mbappe "mit Gold überschüttet" werden soll. Der Vertrag des Weltmeisters von 2018 läuft im Sommer 2022 aus. Kommt es zu keiner Einigung über eine Verlängerung, kann der 22-Jährige im kommenden Sommer ablösefrei wechseln.

Ein Umstand, den PSG sicherlich mit allen (finanziellen) Mitteln verhindern will.

Doch die Vorzeichen stehen schlecht, denn Star-Youtuber Mohammed Henni plauderte unlängst aus, dass Mbappe nicht gewillt sei, über 2022 hinaus bei PSG zu sein.

Henni berief sich dabei auf eine "unschlagbare Quelle", die laut Spekulationen wohl sein enger Freund Karim Benzema sein soll. Der Stürmer steht bei Real Madrid, Mbappes angeblicher Wunschdestination, unter Vertrag und spielte bei der EM 2021 an der Seite des Jungstars.

Ist PSG zum Mbappe-Verkauf gezwungen?

Angesichts dieser Berichte und Gerüchte ist das kräftige Aufrüsten in dieser frühen Phase des Transfersommers wohl auch ein Wink an Mbappe und seine Zukunftsplanung. Denn das angeblich so interessierte Real hält sich bislang noch zurück mit öffentlichen Interesse-Bekundungen. Laut der "Marca" liegt dies aber vor allem am Fakt, dass PSG Spieler im Wert von 150 Millionen Euro verkaufen muss, um die Regeln des Financial Fairplay einhalten zu können.

Daher wähne sich Madrid in einer guten Verhandlungsposition und verzichte darauf, Druck auf PSG auszuüben, hieß es weiter. Allerdings hat das Beispiel Manchester City in der Vergangenheit gezeigt, dass das Financial Fairplay zumeist nur auf dem Papier existiert.

Klar ist aber, dass sich Paris mit den bisherigen Verpflichtungen in Sachen Gehaltsbudget definitiv nicht verkleinert hat, gerade die ablösefreien Spieler dürften mit üppigen Gehältern und Boni an die Seine gelockt worden sein.

Am Ende müssen dann aber auch Erfolge stehen. Denn ohne einen Mbappe-Verbleib erscheint der Champions-League-Titel deutlich schwieriger zu erreichen, als mit dem französischen Superstar.

Bei PSG hat man früh die Karten auf den Tisch gelegt. Ob die Konkurrenz davon beeindruckt ist, werden die kommenden Wochen zeigen.

Markus Bosch

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