Bleibt bis 2025 in Paris: Kylian Mbappe - Bildquelle: Imago ImagesBleibt bis 2025 in Paris: Kylian Mbappe © Imago Images

München/Paris - Kaum eine Personalie sorgte im vergangenen Jahr für so viele Transfer-Spekulationen wie Kylian Mbappe.

Diese sind seit Samstagabend, kurz vor 21:00 Uhr Geschichte: Der Superstar bleibt bei Paris Saint-Germain, zumindest für die kommenden drei Jahre.

Für den französischen Hauptstadtklub sind das natürlich äußerst positive Nachrichten, Real Madrid schaut hingegen in die Röhre. Per Whatsapp-Nachricht hat Mbappe Real-Boss Florentino Perez angeblich abgesagt, der im Anschluss eher weniger erfreut gewesen sein soll, nachdem eine Verpflichtung bereits im vergangenen Jahr scheiterte.

PSG: Mbappe erhält für drei Jahre kolportierte 600 Millionen Euro

Für den Spieler selbst, der sich im PSG-Dress vom hochveranlagten und vielversprechenden Youngster zu einem Spieler von Weltklasse-Format und absoluten Superstar entwickelte, ist dieser Deal lohnenswert - und das nicht nur finanziell.

Laut dem Portal "Sportbible" soll der Weltmeister von 2018 rund 100 Millionen Euro jährlich verdienen, das Handgeld betrage um die 300 Millionen Euro. La-Liga-Präsident Javier Tebas twitterte im Zusammenhang mit der angekündigten Klage gegen PSG ebenfalls eine Gesamtsumme von 600 Millionen Euro.

Diese Zahlen übersteigen die Vorstellungskraft eines Ottonormalverbrauchers um Längen und sorgen natürlich für Kopfschütteln. Doch nicht nur deshalb stellt der Mbappe-Kontrakt eine Zäsur dar.

Mbappe: Angeblich Mitspracherecht bei Personalentscheidungen

Denn neben dem fürstlichen Gehalt wird von verschiedenen Medien auch über Mitspracherecht bei Transfers sowie bei der Installierung von Verantwortlichen berichtet.

Ist ein einzelner Spieler wirklich so viel wichtiger als das komplette Team? Untergräbt dies nicht die Autorität der handelnden Personen in der Führungsebene und sorgt für Kontroversen bei Neuverpflichtungen?

Ich für meinen Teil halte diese Klauseln - sollten sie denn der Wahrheit entsprechen - für den kritischer zu betrachtenden Aspekt in diesem Deal. Ein 23-Jähriger in Spieler-Trainer-Sportdirektor-Personalunion? Sorry Paris, das ist zu viel. Auch wenn es um den vermutlich besten Spieler des kommenden Jahrzehnts geht.

PSG: Leonardo und Pocchettino anscheinend vor dem Aus

An der individuellen Klasse scheiterte die Mission Henkelpott in der Vergangenheit selten, vielmehr stand keine homogene Mannschaft auf dem Platz. Eine solche zu formen, ist Aufgabe des Coaches und dessen Vorgesetzten. Und nicht eines begnadeten Fußballers, der allem Anschein nach die Erlaubnis bekommt, seine persönlichen Interessen in die Planungen des Klubs einfließen zu lassen.

Inwiefern diese bereits Einfluss auf die Entlassung von Sportdirektor Leonardo haben, bleibt nur Spekulation. Nachfolger soll übrigens Luis Campos werden, der den jungen Kylian 2013 zur AS Monaco holte. Neben Leonardo steht wohl auch Trainer Mauricio Pochettino vor dem Aus.

Immerhin bleibt Mbappe - und PSG setzt mit diesem Deal neue Maßstäbe, die ungesünder nicht sein könnten.

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