Will den Fußball retten: Florentino Perez - Bildquelle: ImagoWill den Fußball retten: Florentino Perez © Imago

München/Madrid - Die Kritik an der europäischen Super League in den vergangenen 24 Stunden war enorm. Der allgemeine Tenor in der Fußball-Welt ist jedoch Ablehnung. Nun hat sich Real Madrids Präsident sowie Initiator der Super League, Florentino Perez, gegen die Kritik gewehrt.

Perez: "Alles was ich tue ist zum Wohl des Fußballs"

"Wenn gesagt wird: Das sind die Reichen – nein. Ich bin nicht der Eigentümer von Real Madrid, Real ist ein Mitgliederverein. Alles, was ich tue, ist zum Wohl des Fußballs. Jetzt machen wir dies, um den Fußball zu retten, der sich in einer kritischen Situation befindet", sagte Perez beim spanischen Sender "El Chiringuito de Jugones".

Als Begründung liefert der 74-Jährige die Covid-19-Pandemie, die mehrere Klubs finanziell nachhaltig beschädigt habe: "Es geht darum, den Fußball zu retten, damit wir zumindest für die nächsten 20 Jahre in Ruhe leben können. Die Situation ist sehr dramatisch."

Starten soll die Super League "sobald wie möglich", wenn es nach Perez geht. Laut Medienberichten sollen rund 3,5 Milliarden Euro an die teilnehmenden Klubs ausgeschüttet werden.

Die beschlossene Champions League-Reform kommt für den Spanier zu spät und wählt dafür drakonische Worte: "Sie sagen, das neue Format kommt 2024. 2024 sind wir alle tot", ließ Perez verlauten. "Die Champions League ist ab dem Viertelfinale attraktiv. Wir müssen gegen bescheidene Mannschaften spielen, was nicht attraktiv ist."

Konsequenzen fürchtet Perez nicht

"Man muss transparent sein. Die UEFA ist nicht transparent gewesen, und damit ist es vorbei. Mit den Monopolen ist es vorbei, und wir alle sagen, dass der Fußball am Rande des Ruins steht", moniert der 74-Jährige.

Wir werden mit Sicherheit nicht aus der Champions League rausfliegen. Auch nicht aus La Liga, nichts dergleichen", gibt sich Perez selbstsicher. Stattdessen will der Präsident von Real Madrid "Dialoge statt Drohungen" von der UEFA.

Wie es mit den zwölf Klubs weitergeht, die sich zu der Super League zusammengeschlossen haben, ist noch völlig offen. Die UEFA gab bereits bekannt, alle verfügbaren Sanktionen gegen die Klubs aussprechen zu wollen, darunter Ausschluss aus der Champions League und den Nationalverbänden.

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