München - Hat Robert Lewandoswki etwa keine Lust mehr auf die Nationalmannschaft? Beim letzten WM-Qualifikationsspiel gegen Ungarn setzte sich der Pole freiwillig auf die Bank. Laut eigener Aussage um sich zu erholen. Seine anderen Aktivitäten sorgen jedoch für Unmut bei Fans und Mitspielern.

Der Stürmer des FC Bayern München hatte vor dem Spiel um eine Pause gebeten: "Ich habe signalisiert, dass ich durch so viele Spiele und die Kenntnis meines Körpers in beiden Spielen für Polen möglicherweise nicht in der optimalen Verfassung bin." Diesen Wunsch erfüllte Nationaltrainer Paulo Souse ihm. Lewandowski saß die kompletten 90 Minuten auf der Bank. Polen verlor die Partie mit 2:1 und verspielte eine bessere Ausgangsposition für die Playoffs.

Lewandowski: Amazon-Doku wichtiger als Polen?

Für Ärger sorgen nun außersportliche Aktivitäten des 33-Jährigen. So besuchte Lewandowski zusammen mit seiner Frau Anna die Geburtstagsparty des Milliardärs Rafal Brzoski, während sich die Mannschaft auf das Spiel gegen Ungarn vorbereitete. Zudem stand er bei Dreharbeiten für eine Amazon-Doku vor der Kamera und posierte für Fotos des französischen Sportmagazins "France Football". Das berichtet die "Sportschau". Besonders interessant: "France Football" ist für die Vergabe des Ballon d'Or verantwortlich. Der Pole gilt als Favorit auf diese Auszeichnung. 

Auch Zbigniew Boniek, ehemaliger Präsident des polnischen Fußballverbands, zeigte sich vom Verhalten des Kapitäns irritiert: "Wäre ich noch Präsident und hätte mir Nationaltrainer Sousa gesagt, wie die Situation aussieht, hätte ich ihn und Robert zu einem Gespräch eingeladen und gesagt, dass dies nicht akzeptabel ist." 

Lewandowskis Mitspieler sauer

Sein Nachfolger Cezary Kulesza bließ ins selbe Horn: "Gegen Ungarn hat die polnische Nationalmannschaft verloren. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam. Nationaltrainer Sousa hat viel riskiert. Ich war wütend."

Die Mitspieler des Stürmers sollen laut der "Sportschau" alles andere als glücklich über die Vorkommnisse sein. Aufgrund der massiven Kritik sah sich Lewandowski zu einem Statement gezwungen und ließ verlauten: "Ich verstehe den Ärger und die Verbitterung der Fans, und als Kapitän kann ich mich nur bei ihnen entschuldigen und versichern, dass wir alles tun werden, um uns zu qualifizieren." 

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