Die Handspielregel sorgte in den vergangenen Jahren für erhöhten Diskussions... - Bildquelle: Imago ImagesDie Handspielregel sorgte in den vergangenen Jahren für erhöhten Diskussionsbedarf © Imago Images

München - Ab wann ist eine Armbewegung unnatürlich, ab wann ein Handspiel strafbar? Diese Frage umtreibt nicht nur Zuschauer, Spieler und Schiedsrichter, sondern auch die Mitglieder des International Football Association Board (IFAB).

Nachdem in den vergangenen Jahren immer mehr Regeln zur Strafbarkeit eines Handspiels durch das IFAB aufgestellt wurden und die Thematik - trotz Videobeweises - schon lange nicht mehr transparent war, soll nun eine Anpassung für mehr Klarheit im Fußball sorgen.

Die "Sportschau" hat aufgelistet, welche Veränderungen am kommenden Freitag bei der Generalversammlung des IFAB beschlossen werden sollen. Grundsätzlich soll den Unparteiischen wieder mehr Freiraum in ihren Entscheidungen zugestanden werden.

IFAB: Drei Punkte im Fokus

  • So sollen abgespreizte Arme oder Arme über der Schulterhöhe nicht mehr automatisch ein strafbares Handspiel bedeuten, wenn der Ball das Körperteil berührt.
  • Schiedsrichter sollen in Zukunft wieder freier bewerten können, ob eine Armhaltung eine natürliche Bewegung wie beispielsweise eine Ausholbewegung ist.
  • Allgemein soll eine Vereinfachung der Regelung erfolgen, da diese besonders im Amateurbereich für Verwirrung und Unklarheit sorgte und sich daraufhin vermehrt Kritik äußerte.

UEFA-Präsident Ceferin befürwortet Anpassung

UEFA-Präsident Alexander Ceferin forderte bereits in der Vergangenheit eine Rückkehr zur alten Regelung, wie sie vor 2019 aktiv war. Dies formulierte er an einem offenen Brief an die FIFA um Präsident Gianni Infantino, aus dem die amerikanische Nachrichtenagentur "AP" zitierte.

"Der Versuch einer strikten Formulierung, wann etwas Handspiel ist und wann nicht, hat viele unfaire Entscheidungen verursacht. Es hat viele Leute frustriert und verwirrt. Es wäre keine Schande, zuzugeben, dass die Veränderungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben und überdacht werden sollten", so der Slowene.

Um letztendlich eine Änderung der Handspielregel zu beschließen, ist eine Dreiviertel-Mehrheit bei der Abstimmung in der Generalversammlung notwendig. Neben vier Vertretern der FIFA um Infantino sind außerdem die Präsidenten der vier britischen Liga-Verbände aus Schottland, Wales, England und Nordirland stimmberechtigt.

Die beschlossenen Anpassungen werden dann wohl ab der Saison 2021/22 wirksam.

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