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München - Der italienische Fußball steht unter Schock. Der U21-Star des Landes Manolo Portanova soll für sechs Jahre ins Gefängnis. Dem Spieler des FC Genua wird vorgeworfen am 30. Mai 2021 in Siena an der Gruppenvergewaltigung einer 21 Jahre alten Frau in deren Wohnung beteiligt gewesen zu sein.

Dem Opfer soll eine Entschädigung über 120.000 Euro gezahlt werden. Portanovas Onkel Alessio Langella und dessen Kumpel Alessandro Cappiello wurden in erster Instanz auch zu sechs Jahren Haft verurteilt. Ein 17-Jähriger war ebenfalls involviert. Sein Fall wird aber von der florentinischen Jugendstaatsanwaltschaft behandelt.

"Sex war einvernehmlich" - Portanova bestreitet Vorwürfe

Da das Verfahren ein "Schnellverfahren" war, ist das Urteil über sechs Jahre Knast sogar eine mildere Strafe. Laut "La Repubblica" ist es noch nicht rechtskräftig.

Offenbar möchte Portanova in Berufung gehen. Er bestreitet die Anschuldigungen, zu denen auch die Entführung der Frau gehört. Er behauptet den Gerichtakten nach, dass der Geschlechtsverkehr mit der 21-Jährigen einvernehmlich geschah.

Laut "Football Italia" wurden bei der Frau im Krankenhaus Wunden und Blutergüsse gefunden. Der Prozess ergab, dass es sich um ein Treffen zwischen Portanova und ihr handelte, ehe die weiteren drei Angeklagten hinzukamen. 

Portanova-Vater in Italien bekannt

Portanova streitet den Vorwurf ab und erklärt sich: "Ich habe von meinem Vater und vom Sport gelernt, allen, insbesondere Frauen, einen gesunden Respekt entgegenzubringen. Der psychische Schaden, den das Mädchen erlitten hat, schmerzt mich."

Der Name Portanova ist in Italien bekannt. Manolos Vater war Serie-A-Star Daniele Portanova (43), welcher auf 302 Spiele kommt. Manolo Portanova wechselte Anfang 2021 für zwölf Millionen Euro von Juventus Turin zum FC Genua.

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