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München - Nach der Insolvenz zog sich Drittliga-Klub Türkgücü München im vergangenen April vom Spielbetrieb zurück und stand als erster Absteiger fest.

Rund drei Monate später wollen die Oberbayern wieder in der Regionalliga angreifen, haben aber noch keine Spielstätte für ihre Heimspiele. Die vorige Heimspielstätte, das Olympiastadion, ist schlichtweg nicht mehr tragbar für den Regionalligisten. Nun ist auch klar: Die favorisierte Arena, das Klosterstadion in Fürstenfeldbruck, wird es nicht.

Stadt lehnte Untervermietung ab

Am Donnerstag entschied der Stadtrat des Kreises Fürstenfeldbruck, südwestlich von München, dass das Klosterstadion nicht an Türkgücü untervermietet werde. Das missfällt vor allem Jakob Ettner, dem Präsidenten des heimischen Klubs SC Fürstenfeldbruck. "Das ist ein Skandal. Türkgücü wird geopfert, um den SC Fürstenfeldbruck zu opfern", polterte er. Der SCF hatte sich durch ein Teilen der Spielstätte finanzielle Entlastungen erhofft.

Dabei wittert der Präsident des Sechstligisten eine Verschwörung. "Erich Raff (Oberbürgermeister der Stadt Fürstenfeldbruck, d. Red.) treibt den SCF damit in den Ruin und nimmt in Kauf, dass Türkgücü geopfert wird", so Ettner. Seit Jahren gibt es öffentliche Spannungen und Differenzen zwischen dem Oberbürgermeister und dem Vereinspräsidenten.

Damit geht die Suche von Türkgücü nach einem Stadion weiter. Neuer Favorit ist das Hans-Bayer-Stadion in Unterschleißheim im Münchner Norden. Türkgücü-Präsident Taskin Akkay ist optimistisch, dass dieses Stadion nun endlich die Heimstätte des Klubs werden kann. "Wir sind auf der Zielgeraden", berichtete er zuletzt.

Sollte Türkgücü bis zum 5. Juli kein Stadion benennen können, wird der Verein nicht in der Regionalliga Bayern starten können. Wie es dann weitergeht, ist noch offen. Am 15. Juli steht eigentlich das erste Pflichtspiel an, dann gastiert Türkgücü beim SV Heimstetten.

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