Schwere Anschuldigungen aus Schweden gegen Zlatan Ibrahimovic. - Bildquelle: imago images/InsidefotoSchwere Anschuldigungen aus Schweden gegen Zlatan Ibrahimovic. © imago images/Insidefoto

Mailand/München - Stürmer-Superstar Zlatan Ibrahimovic droht Riesenärger.

In seiner schwedischen Heimat berichtet die Zeitung "Aftonbladet", dass der 39-Jährige das Gesicht einer Wettfirma sei. Ibrahimovic soll über sein Unternehmen "Unknown AB" zehn Prozent Unternehmensanteile an der schwedischen Wettfirma "Bethard" halten, die ihre Büros in Malta hat. 

Bethard-CEO Erik Sharp und auch das maltesische Amt für Firmen-Registration bestätigen gegenüber dem Blatt, dass der Stürmer aktuell noch immer Teilhaber an der Wettfirma sei. 

Ibrahimovic droht Karriereende

Die Regularien von FIFA und UEFA verbieten es aktiven Fußball-Profis jedoch, finanzielle Anteile an Wettanbietern zu haben. Ibrahimovic droht eine sechsstellige Geldstrafe - und obendrein eine Sperre von bis zu drei Jahren für alle fußballerischen Aktivitäten.

Dies würde wohl das Karriereende für den 39 Jahre alten Schweden bedeuten.

Pikant: Das Unternehmen bietet Wetten auf die Serie-A-Spiele von Ibrahimovic an, auch bei seinem Nationalmannschaftscomeback gegen Georgien gab es eine Wette für die Partie. Schwedens Fußballverband soll von dem Problem bereits seit drei Jahren wissen und habe Ibrahimovic daher auch nicht für die WM 2018 in Russland nominiert. 

Damals erklärte Schwedens Verbandsboss Hakan Sjöstrand: "Nach den FIFA-Regeln kann kein Spieler direkt in eine Wettfirma involviert sein, noch kann er Anteile an einer solchen Firma haben. Ich halte mich nur an die Fakten und die Regeln, die für alle Nationen und Spieler gelten, die an der WM mitmachen wollen."

Ibrahimovic schweigt

Nun sagte er dem Blatt: "Ich möchte heute nicht über mögliche Strafen spekulieren. Aber ich werde natürlich eine Klärung der FIFA-Regeln vorwärtstreiben, da die, ehrlich gesagt, sehr vage sind."

Ibrahimovics Firma "Unknown AB" ist der viertgrößte Anteilseigner beim Wettanbieter, der 2019 einen Gewinn von knapp 30 Millionen Euro nach Steuern aufwies.

Weder Ibrahimovic noch sein Umfeld noch die UEFA noch die FIFA haben bislang zu diesen Vorwürfen Stellung genommen. 

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