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München - Nun ist es also amtlich: Lionel Messi wird nicht zum FC Barcelona zurückkehren.

Gerade einmal drei Absätze war den Katalanen das Ende der Ära von "La Pulga" in einer ersten Stellungnahme wert. Doch in der Fußballwelt schlug diese Meldung mit voller Wucht ein. "Das ist wie die Trennung von Charles und Diana", schrieb Ex-Profi Jan Aage Fjörtoft auf Twitter.

"Strukturelle und finanzielle Probleme" nannte der FC Barcelona als Gründe für das Scheitern der Verhandlungen mit Messi.

FC Barcelona konnte Messis Forderungen nicht gerecht werden

Dem Vernehmen nach war der 34-Jährige wohl nicht bereit, finanzielle Abstriche im Bezug auf seinen vorherigen Vertrag hinzunehmen. Als einer der größten Spieler, den der Fußball je gesehen hat, durchaus nachvollziehbar. Mitten in der Corona-Pandemie allerdings ein fragwürdiges Signal an den Rest der Branche.

Deutlich schwerer wiegt aber die Tatsache, dass der FC Barcelona wohl zu keinem Zeitpunkt in der Lage war, die Forderungen seines Superstars auch nur ansatzweise zu erfüllen. Eine hausgemachte Entwicklung der vergangenen Jahre.

Bestenfalls mittelmäßige Spieler erhielten bei Barça hochdotierte Verträge inklusive horrender Ausstiegsklauseln.

Seltsame Transfers wie der Tausch zwischen Arthur und Miralem Pjanic mit Juventus Turin sollten diese Fehlentwicklung abfedern, allein es gelang nicht. Die Folge: In diesem Sommer forderte der Ligaverband eine drastische Reduzierung des Gehaltsbudgets beim hochverschuldeten Klub, damit die Regeln und Vorgaben von La Liga eingehalten werden.

Messis Aus ist der unschöne Höhepunkt

Verzweifelt wurden zahlreiche Spieler zum Verkauf angeboten, um Platz auf der Gehaltsliste zu schaffen. Allerdings fanden sich kaum Interessenten für Akteure, die bei der Blaugrana kaum zum Zug kamen oder weit hinter ihren Möglichkeiten blieben.

Seit Donnerstagabend sind die drastischen Folgen für alle Welt zu sehen: Die Vereinsikone Messi kann nicht mehr weiter beschäftigt werden. Das war's!

Es ist der unschöne Höhepunkt einer jahrelangen Misswirtschaft beim FC Barcelona, die beim so stolzen Klub tiefe Spuren hinterlassen wird. Messi hingegen wird auch im Alter von 34 Jahren einen Klub finden, der seine Wünsche weitestgehend erfüllt.

Markus Bosch

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