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Madrid/München - Türsteher, Torjäger, Capitano.

Sergio Ramos beweist auch in dieser Saison wieder, dass er alles kann und alles ist. Ramos lebt Madrid. Ramos ist Real.

Sieben Spiel stehen für die Königlichen seit dem Restart in La Liga zu Buche. In diesen sieben Spielen netzte der Anführer satte fünf Mal. Für einen Innenverteidiger nicht schlecht. Für Ramos allerdings fast normal.

 

Torgefährlichster Abwerhspieler Europas

Denn mit zehn Saisontreffern ist der 33-Jährige auch in diesem Jahr wieder der torgefährlichste Verteidiger Europas - übrigens knapp vor Bergamos Robin Gosens (9 Tore). Ramos' Treffsicherheit ist nicht nur beängstigend, sondern macht Real Madrid wahrscheinlich sogar zum Meister.

Das letzte dieser zehn Tore war gleichzeitig das goldene Tor gegen Athletic Bilbao. Per Elfmeter markierte Ramos das 1:0 in der 73. Minute. 

Ganz stilecht, um mit seinem zehnten Saisontor nicht für zu viel Aufregung zu sorgen, holt sich der königliche Kapitän kurz vor Schluss noch seine zehnte Gelbe Karte ab - perfektes Double-Double. Am kommenden Freitag gegen Alaves wird Ramos fehlen.

 

Nur noch 4 bis zur 100

Zur Wahrheit gehört auch: Sechs der zehn Treffer sind Elfmeter. Zwei Kopfbälle, ein Kontertor und ein direkter Freistoß. Die Qualitätenliste nimmt kein Ende. Jetzt steht Ramos bei 96 Toren - nur noch vier bis zur magischen 100. Und da wäre ja noch der ewige Kartenrekord.

Dass er mit nun mehr 57 Gelben und 14 Gelb-Roten Karten in beiden Kategorien an der Spitze der ewigen LaLiga-Liste steht - geschenkt. Ein Raubein kassiert eben mehr Kärtchen als andere. Den Wert, den Ramos für Real Madrid seit vielen Jahren hat, kann diese Statistik nicht schmälern.

Und trotzdem stehen immer noch Fragezeichen hinter seiner Zukunft. "Er ist unser Kapitän und ich mag ihn sehr", sagte Klub-Boss Florentino Perez Ende Mai dem Radiosender "Onda Cero". Aber hinter den Kulissen gibt es Probleme. Dass sich Perez und Ramos noch nie wirklich grün waren, ist in Madrid ein offenes Geheimnis. Dem Klub-Chef ist der Einfluss der Rückennummer 4 mitunter zu groß. 

 

Abschied im Sommer?

Ramos soll über einen Wechsel nach China nachdenken. Sein Vertrag in Madrid läuft noch bis 2021 - die Ausstiegsklausel soll Berichten zufolge 800 (!) Millionen Euro betragen. Laut Perez haben Ramos' Berater gefordert, den Vertrag im nächsten Jahr auslaufen zu lassen, um dann einen ablösefreien Wechsel zu arrangieren.

Das will der Präsident aber unbedingt verhindern: "Ich sagte Ramos, dass es für Real Madrid unmöglich sei, den Kapitän ablösefrei gehen zu lassen, weil es auch ein gefährlicher Präzedenzfall sein würde." Vertragsgespräche sollen auf Eis liegen. Sollten sich beide Parteien nicht einigen können, könnten sich die Wege schon in diesem Sommer trennen.

Trainer Zinedine Zidane will seinen Türsteher, Torjäger und Capitano unbedingt länger an Bord haben. Nun ist die Frage: Wer noch?

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