Jonathan Burkardt hat sich mit seinen Leistungen in den Fokus von Bundestrai... - Bildquelle: Imago ImagesJonathan Burkardt hat sich mit seinen Leistungen in den Fokus von Bundestrainer Hansi Flick gespielt. © Imago Images

München - Jonathan Burkardt ist auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner noch jungen Karriere angekommen. In der vergangenen Saison machte er für den FSV Mainz 05 den Großteil der Bundesliga-Spiele mit, in dieser stand er in jeder Partie auf dem Platz und erzielte am 9. Spieltag gegen Augsburg sogar erstmals einen Doppelpack.

Trotzdem bleibt der 21-Jährige vor den anstehenden EM-Qualifikationsspielen gegen Polen und San Marino (beide LIVE auf ProSieben MAXX und im kostenlosen Livestream auf ran.de) bescheiden: "Ich sehe mich noch nicht ganz als gestandener Bundesligaspieler. Das ist man vielleicht erst nach 100 Spielen und die habe ich noch nicht. Ich würde aber schon sagen, dass ich in Mainz voll angekommen bin und zum Stammpersonal zähle", sagte Burkardt in einer Presserunde am Montag auf Nachfrage von ran.

Seine Mitspieler in Rheinhessen schätzen "Jonny" aber offenbar doch noch stärker ein als er sich selbst. "Allgemein hat sich da ein bisschen was geändert", sagte Burkardt und fügt an: "Die Mitspieler schauen mehr nach mir und trauen mir mehr zu. Sie geben mir mehr Bälle."

Auch das Amt des Kapitäns der U21-Nationalmannschaft verschafft Burkardt mehr Respekt. "Das bringt mich in der Persönlichkeitsentwicklung voran", so Burkardt.

U21-Spieler schwärmen von Hermann Gerland

Ebenfalls voran dürften ihn auch die Trainingseinheiten mit Co-Trainer Hermann Gerland bringen. Die jungen Spieler schwärmen vor allem von dessen Stürmer-Training.

"Jeder hier hat einen riesigen Respekt vor Hermann Gerland. Allein wenn er in einen Raum kommt, spürt man diese Aura, diese Ausstrahlung von ihm", sagt Burkardt, dem der Altersabstand zum "Tiger" völlig egal ist.

"Er kann uns allen noch viel mitgeben – vor allem durch seine Ehrlichkeit. Er ist kein Typ, der dich nicht die ganze Zeit streichelt", fügt Burkardt auf Nachfrage von ran an.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich für den 21-Jährigen durch den engen Draht, den Gerland zu Bundestrainer Hansi Flick pflegt. Der Bundestrainer meldete sich bereits telefonisch bei Burkardt und versicherte dem U21-Kapitän, dass er ihn auf dem Schirm habe.

Flick rief schon an - Burkardt hielt ihn für den Sanitärdienst

Für Burkardt kam der Anruf trotz guter Form überraschend: "Ich hatte zwei verpasste Anrufe von einer unbekannten Nummer. Da ich gerade einen Wasserschaden bei mir zuhause hatte, dachte ich, das wäre der Sanitärdienst", erklärt der U21-Nationalspieler und freut sich über die Wertschätzung durch Flick.

Eine Nominierung für die A-Nationalmannschaft dürfte also nur noch eine Frage der Zeit sein – vorausgesetzt Burkardt bleibt auf dem Boden.

Darum muss man sich aber offenbar keine Sorgen machen, denn der gebürtiger Darmstädter verzichtet für den Erfolg sogar auf jegliche Social-Media-Aktivität – kein Facebook, kein Twitter, kein Instagram: "Ich möchte mich da nicht ablenken lassen".

Der eine Instagram-Account, der unter Burkardts Namen läuft und aus einem einzigen Post besteht, sei ein Fake.

Auch dieser Punkt dürfte Flick gefallen - und dem auf Disziplin versessenen Gerland sowieso.

Stefan Kumberger

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