Osnabrück - Es ist nur noch ein klitzekleiner Schritt, ein einziges Pünktchen, das der deutschen U21-Nationalmannschaft zur fixen Qualifikation für die U21-Europameisterschaft 2023 in Rumänien und Georgien fehlt. Und dieser soll bereits am kommenden Freitag (ab 18 Uhr live in SAT.1 und im kostenlosen Livestream auf ran.de) im U21-EM-Qualifikationsspiel gegen Ungarn im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück unter Dach und Fach gebracht werden.

"Wir haben uns mit den beiden letzten Siegen in unserer Qualifikationsgruppe im März eine top Ausgangslage verschafft, gehen die Aufgaben gegen Ungarn und in Polen aber dennoch sehr demütig und voll fokussiert an", erklärt U21-Nationalcoach Antonio Di Salvo, der allerdings klipp und klar nachschiebt: "Unser Ziel ist es trotz allem schon gegen Ungarn den Deckel drauf zu machen und uns für die U21-EM im kommenden Jahr zu qualifizieren."

Di Salvo will die Sinne schärfen

Aus diesem Grund hat Di Salvo seinen Kader auch bereits zwei Tage früher als sonst zum Lehrgang ins Teamhotel nach Halle/Westfalen gebeten, um bei seinen Spielern - die zum Teil nach dem Saisonende bereits zwei Wochen im Urlaub waren - wieder die Sinne zu schärfen. "Ich habe das Gefühl, dass die Jungs voll fokussiert sind und deshalb bin ich überzeugt davon, dass sie das Ungarn-Spiel am Freitag hochkonzentriert angehen werden und sich der Wichtigkeit der Aufgabe mehr als bewusst sind", so Di Salvo.

"Es geht in diesen Tagen vor allem darum, wieder Spaß und Freude zu vermitteln. Konditionell geht den Spielern nach zwei Wochen kaum etwas verloren, sie müssen eher wieder ein gutes Gefühl für den Ball bekommen. Sie sollen zudem gierig sein auf die kommenden zwei Spiele - und das werden sie auch sein." Di Salvo und sein Team sind hochmotiviert, wollen keine Zweifel aufkommen lassen. Das ist klar zu spüren.

Knauff strotzt vor Selbstvertrauen

Ein Mann wird dabei ganz besonders vorne weg marschieren: Ansgar Knauff. Der Offensivspieler von Eintracht Frankfurt schwebt nach dem großen Triumph mit den Hessen in der Europa League immer noch auf Wolke 7. Kein Wunder.

Von Überheblichkeit allerdings überhaupt keine Spur. Im Gegenteil. "Ansgar muss ich nicht einfangen. So tickt er nicht. Ich habe ihm gesagt, dass er glücklich und stolz auf das sein soll, was er zusammen mit der Eintracht erreicht hat", erzählt Knauffs U21-Nationaltrainer. "Und natürlich soll er seinen Flow jetzt mitnehmen, damit er auch mit uns in der deutschen U21 erfolgreich sein wird."

Mit einer etwas weniger breiten Brust ist Youssoufa Moukoko zur deutschen U21 gereist. Der Pechvogel der vergangenen zwei Jahre, der mit vielen Verletzungen und seiner eigenen Form und Situation bei Borussia Dortmund zu kämpfen hatte, will endlich richtig durchstarten.

"Youssoufa hat eine schwierige Saison hinter sich, was mich aber auch nicht wirklich überrascht hat", verrät Di Salvo. "Er spielt beim BVB in einem Top-Team, ist noch sehr jung, der Körper muss sich erstmal an die Bedingungen bei den Profis anpassen und er muss sich dann auch noch dem großen Konkurrenzkampf bei so einem europäischen Spitzenteam stellen. Das ist alles nicht einfach, gehört zum Profifußball aber dazu. Genauso wie Verletzungen. Nicht zuletzt deshalb wollen wir Youssoufa jetzt hier bei der U21 auch wieder aufbauen und ihm wieder viel Selbstvertrauen verleihen. Denn er ist ein großes Talent, das vor dem gegnerischen Kasten unheimlich torgefährlich ist."

U21-Coach warnt vor Ungarn

Diese Torgefahr können die DFB-Junioren gegen Ungarn gut gebrauchen. Denn Di Salvo warnt davor, diese Mannschaft als Laufkundschaft abzutun. "Das ist kein schlechtes Team. Sie haben eine sehr ordentliche Qualifikation gespielt, haben drei Jungs in ihren Reihen, die demnächst für die A-Mannschaft auflaufen werden und wollen sich jetzt nochmal gut verkaufen. Wir sollten Ungarn also absolut ernst nehmen", hebt der U21-Coach mahnend den Zeigefinger.

Doch allen Unkenrufen zum Trotz, sollte es für Knauff und Co. machbar sein, gegen Ungarn den letzten noch fehlenden Punkt einzuheimsen. Und dann geht es für die DFB-Junioren im kommenden Jahr zum Endturnier nach Rumänien und Georgien.

Dominik Hechler

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